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Kein neuer Schilderwald in Prignitzer Städten

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erstellt am 05.Apr.2013 | 06:51 Uhr

Prignitz | Seit Ostermontag gilt die neue Straßenverkehrsordnung in Deutschland. Ein Ziel besteht laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) darin, den Schilderwald zu lichten.

Wie setzen Prignitzer Kommunen die neuen Rechtsvorschriften um, und welche Kosten bringen die neuen Verkehrsschilder mit sich? Der "Prignitzer" fragte in Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk nach. Das Ergebnis zusammengefasst: Die Bürger müssen keine Sorge vor einem neuerlichen Schilderwald haben angesichts der Tatsache, dass ja die alten Verkehrsschilder noch bis 2020 Bestand haben. In allen drei Städten sehen die Verantwortlichen eher verhaltenen Aktionsbedarf.

So verweist Uwe Karger, stellvertretender Ordnungsamtsleiter von Wittenberge, darauf: "Wir haben die ganzen Maßnahmen schon mit der 46. Verordnung zur Straßenverkehrsordnung umgesetzt, beispielsweise damals schon das viereckige Hinweisschild Einbahnstraße entfernt." Und das habe auch Regelungen zum Radverkehr, speziell zu Radwegen betroffen.

"Wir müssen keine neuen Schilder aufstellen", macht Karger deutlich. Lediglich drei bis vier Ergänzungen zum Radfahren auf Gehwegen seien noch umzusetzen in Folge der jüngsten Signalschau im November vergangenen Jahres.

Was das neue Verkehrszeichen zur Ausschilderung von Sackgassen, die für Radfahrer und Fußgänger durchlässig sind, anbelangt, "entscheiden wir, wenn es wirklich zwingend notwendig ist", stellt Karger klar.

Neue Schilder sind nämlich für die Kommunen auch mit immensen Kosten verbunden, wie der Bauhofleiter der Stadt Pritzwalk, Bernd Raschke, weiß. Deshalb ist er auch froh, "dass bei uns in der Stadt keine großen Umstellungen geplant und notwendig sind".

In Perleberg ein ähnliches Bild. Mit der letzten Signalschau habe man hier durchgängige Sackgassen geschaffen, "das heißt, als Radfahrer kann ich ohne weiteres durch", betont Uwe Schleich vom Ordnungsamt. Mehr komme derzeit in der Stadt nicht in Betracht, "es sei denn, es entwickelt sich eine neue, zusätzliche Konstellation". "Ansonsten erfolgt alles im Rahmen der normalen Unterhaltung", so Schleich.

"Akzeptanz und Eindeutigkeit der Verkehrsvorschriften sind die Grundvoraussetzungen für einen sicheren Straßenverkehr. Ein Abbau der Überbeschilderung kann zu mehr Sicherheit beitragen. Der Grundsatz lautet: So viele Verkehrszeichen wie nötig, so wenige wie möglich. Die allgemeinen Regeln reichen oftmals aus", hatte Minister Ramsauer die neuen Vorschriften begründet.

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