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Campingplatz am Rudower See : Kaufvertrag platzt in letzter Minute

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Campingplatz am Rudower See bleibt vorerst weiter in Händen der Stadt

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 21:00 Uhr

Plötzliche Wende im Fall des von der Stadt Lenzen geplanten Verkaufs des Naturcampingplatzes am Rudower See: Nach Informationen des „Prignitzers“ hat der potenzielle Käufer, ein Unternehmer aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, sein Angebot an die Stadt für das rund 2,3 Hektar große Areal in Lenzen-Leuengarten in letzter Minute zurückgezogen.

Wie der „Prignitzer weiter erfuhr, sollen ungeklärte Grundstücksangelegenheiten mit einem benachbarten Landwirt und die bis dato noch ungelöste öffentliche Wegführung zur Gaststätte zum Rückzug des Bewerbers geführt haben.

Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf meint, dass auch Gerüchte zum Scheitern des Vertrages geführt haben. Konkret nannte er das Gerücht, die Stadt wolle die nicht zum Campingplatz gehörende Gaststätte am Seeufer an jemand anderes verkaufen. Das entspreche nicht der Wahrheit, so Steinkopf.

Andere Quellen berichten, dass neben den aufgeführten Gründen dem Käufer die notwendigen Investitionen für die in die Jahre gekommene Gaststätte und den Campingplatz zu hoch gewesen sein sollen.

„Wir müssen die Entscheidung des Bewerbers respektieren“, sagt Christian Steinkopf, der nicht erfreut über den geplatzten Deal ist. Denn eigentlich wollte man die Verträge noch in diesem Sommer unterschreiben. „Jetzt müssen wir uns nach neuen Interessenten umsehen. Vorerst wird Sigmar Beck im Namen der Stadt den Campingplatz weiterführen.“

Der Osterburger Beck, der nach der gerichtlichen Trennung vom vorherigen Pächter, Christoph Weidlich, im vergangenen Jahr die Bewirtschaftung als Zwischenlösung übernommen hat, kann damit leben. „Mit mir hat zwar noch keiner gesprochen, doch ich würde auf jeden Fall weitermachen.“

Sigmar Beck, selbst seit über 20 Jahren Dauercamper am See-Ende, ist mit den Besucherzahlen in diesem Sommer zufrieden. „Wir haben zwei neue Dauergäste dazugewinnen können.“ Dass Camper mit ihren Wohnmobilen aber weiter in Scharen auf das Gelände der Badeanstalt ziehen, obwohl diese nur über vier befestigte Stellplätze verfügt, darüber kann Beck nur noch müde lächeln. Denn das sei Sache der Stadt. „Wenn die Camper es da billiger kriegen können, kann ich auch nichts machen.“

Eine Entscheidung scheint sich nach Informationen unserer Zeitung mittlerweile in Sachen öffentlicher Weg zum Strand und damit auch zur Gaststätte anzubahnen. Hierbei soll es sich um den schon zu den DDR-Zeiten wild angelegten Pfad handeln, der am Campingplatz und am Ökohof Janisch vorbei an den Badestrand des Rudower Sees führt. Dieser Wanderweg wurde aber erst im Frühjahr gesperrt, da er sich zum Teil auf Privatland befinde. Nun scheint sich die Stadt mit dem Grundstückseigentümer auf eine einvernehmliche Lösung einigen zu wollen. Eine Entscheidung darüber soll auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 27. August fallen.



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