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Kaufhaus: Der Ausverkauf geht erst einmal noch weiter

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erstellt am 17.Jan.2012 | 10:41 Uhr

Wittenberge | "50 Prozent" steht an den Schaufensterscheiben. Das ist nicht zu übersehen. Und die Kunden kommen, gucken und kaufen. Anfang Dezember begann das Kaufhaus Nessler mit dem Ausverkauf, zu jenem Zeitpunkt noch mit "nur" 30 Prozent Preisnachlass. Die Spaten pfeifen es in Wittenberge von den Dächern: Das Management in Ahrensburg soll seinen Mietvertrag für die Prignitz-Galerie nicht verlängert haben.

Der "Prignitzer" fragte gestern die Wittenberger Filialleiterin Heike Lenzky: Wann schließt Nessler endgültig seine Türen?" Ihre Antwort: "Dazu gibt es derzeit keine Aussagen." Auch Kunden, die sich danach erkundigen, erhalten keine andere Antwort. Der Versuch einer Nachfrage gestern in der Firmenzentrale in Ahrensburg blieb erfolglos.

Sehr zurückhaltend äußert sich in diesem Punkt auch Gerhard Miller von der Miller Estate GmbH mit Sitz in Schlaitdorf bei Stuttgart. Die auf Immobilienmanagement spezialisierte Firma ist im Auftrag der Eigentümerin mit der Neustrukturierung des Hauses, das für die Einkaufsmeile Bahnstraße von enormer Bedeutung ist, befasst. Er gehe davon aus, so Miller, dass das Kaufhaus noch einige Wochen geöffnet sei.

Mittlerweile mehren sich in der Stadt Gerüchte, dass Miller Estate einen potenziellen Nachfolger für das Nessler-Kaufhaus gefunden hätte. Genährt werden diese durch Auskünfte von Händlern aus der Prignitz-Galerie, die von bevorstehenden Umbauten wissen und deshalb auch einen Umzug in andere Gewerberäume in Erwägung ziehen.

Dass "es sinnvoll ist, die kleinteilige Struktur der Galerie aufzubrechen und deshalb ein Umbau geboten ist", sagte Miller gestern dem "Prignitzer" auf eine entsprechende Nachfrage, sagte aber auch: "Es gibt noch keine Neuvermietung." Das heißt aber augenscheinlich nicht, dass Miller Estate nicht mit Interessenten im Gespräch ist. Wie Gerhard Miller gestern sagte, "bin ich zuversichtlich, dass wir eine vernünftige Lösung schaffen". Derzeit seien viele Prozesse am Laufen. Alle Bemühungen würden darauf zielen, "die Bedürfnisse von Interessenten auf die Struktur des Gebäudes abzustimmen."

Als großen Pluspunkt im Verhandeln mit möglichen Mietern und damit für das Beleben der Prignitz-Galerie bezeichnet Miller die Entscheidung der Abgeordneten, die Bahnstraße zu öffnen, was auch den Weg zum Parkdeck viel unkomplizierter mache.

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