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Der Prignitzer

20. November 2017 | 03:23 Uhr

Katholische Kirche erhält Turm zurück

vom

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2012 | 08:46 Uhr

Wittenberge | Die katholische Kirche wird noch in diesem Jahr ihren Turm in seiner ursprünglichen Form wieder in den Himmel recken. Die Kirchturmspitze wird originalgetreu wieder aufgebaut. Als Krönung erhält sie ein Kreuz mit Kugel. 10 000 Euro hat die Stiftung Preußisches Kulturerbe dafür gespendet.

"Das Bauen beginnt Ende Mai bzw. Anfang Juni", sagt Günther Mikolasch als Vorsitzender des Fördervereins zum Wiederaufbau des zerstörten Kirchturms. Die Mitglieder sind stolz darauf, dass der Verein in den sechs Jahren seit seiner Gründung das Vorhaben so weit vorangetrieben hat. "Gleichzeitig danken wir allen von ganzem Herzen, die unser Anliegen in den letzten Jahren unterstützt haben", fügt Mikolasch an.

Am 10. April 1945 waren bei einem Bombenangriff auf Wittenberge auch die katholische Kirche und ihr Turm schwer beschädigt worden. "Nun werden nach 67 Jahren die letzten Kriegsschäden an der unserer Kirche beseitigt", verdeutlicht Mikolasch die Bedeutung des Bauprojektes. Mit dem Wiederaufbau des Turms findet auch die Sanierungen der letzten Jahre an der Kirche und an der Einfriedung ihren im wahrsten Sinne krönenden Abschluss. Nach mehr als sechs Jahrzehnten werde die katholische Kirche im Zentrum der Stadt neben dem Kultur- und Festspielhaus, Marktplatz und Einkaufszentrum mit seiner 18 Meter hohen Spitze weithin sichtbar das Stadtbild prägen. Der Vereinsvorsitzende freut sich: "Damit erhalten die Bürger ein Stück Heimat zurück." Aber nicht nur das: "Etwas Besonders ist zu vermerken: Das Projekt hat viele Menschen zusammengeführt, die sonst nie zusammen gekommen wären."

Durch die Bemühungen des Fördervereins seit 2006 mit seinen vielen Spendern und Helfern, mit der Unterstützung durch das Erzbistum Berlin, das Bonifaziuswerk der Deutschen Katholiken und mit den Landeszuwendungen laut Kirchenvertrag sind die finanziellen Grundlagen für den Wiederaufbau des Turms geschaffen worden. "Wir waren aktiv, haben Partner und Spender gefunden. Deshalb sind wir in der relativ kurzen Zeit auch so weit gekommen", sagt der Vereinsvorsitzende. Die Firma Professor Dr. Rug hier aus der Stadt und das Architekturbüro Wieck & Partner Perleberg erarbeiteten die Projektunterlagen und wurden jetzt auch mit der Durchführung beauftragt. Mit der Zerstörung der Kirche 1945 ging auch die Kirchturmuhr mit vier Zifferblättern verloren. Jetzt besteht seitens der Kirchengemeinde und des Fördervereins der Wunsch, in Richtung Marktplatz bzw. Bahnstraße eine Turmuhr zu installieren. Den Auftrag zum Bau und zur Montage der Uhr hat die Firma Haut aus Seehausen übernommen. Aus finanziellen Gründen sei derzeit aber nur ein Zifferblatt vorgesehen.

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