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Aushängeschild der KG Berge : „Karneval ist ein wichtiger Teil meines Lebens“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Pauline Ullmann ist Funkenmariechen der Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) und trainiert den Nachwuchs.

svz.de von
erstellt am 16.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Nach der Session ist vor der Session: Das ganze Jahr über trainiert Pauline Ullmann fleißig. Die 18-Jährige ist das Funkenmariechen der Karnevalsgesellschaft Berge (KGB) und deren ganzer Stolz. Denn die Solotänzerin ist neben den Garden das Aushängeschild des Vereins.

„Wir haben eins in den eigenen Reihen“, kündigt Zeremonienmeister Dirk Ullmann dieses Jahr bei der Karnevalssitzung der Berger Karnevalsgesellschaft (KGB) in Perleberg eine Premiere an. Tochter Pauline zeigt mit den ersten Takten der Musik hohes Niveau im Gardetanz. Ihre Choreografie besteht aus verschiedenen Elementen des Bodenturnens und der Akrobatik.

Hat die 18-Jährige gerade noch die Beine in die Luft geworfen, unterbricht sie plötzlich den Tanz. Die Musik stoppt. Pauline schnappt nach Luft. Verlangt ein Glas Wasser. „Immer perfekt sein, mit aufgesetztem Lachen. Das kann nicht glücklich machen“, seufzt sie. Es sei kein Schwächeanfall, sondern nur Show, verrät Mutter Nicole Ullmann nach dem Auftritt. Neben dem Tanz gehöre die Bütt zum närrischen Treiben. Auch wenn die Berger sich damit etwas schwer tun, so Nicole Ullmann, fehlen darf sie nicht.

„Karneval ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Damit bin ich groß geworden. Ohne geht es nicht“, erzählt Pauline Ullmann im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Von Kindesbeinen an tanzt sie, hat das Hobby in die Wiege gelegt bekommen. Ihre Mutter Nicole Ullmann, Vorstandsvorsitzende der KGB und selbst noch in der Frauentanzgruppe aktiv, hat sie trainiert. „Ich habe meiner Tochter das Tanzen beigebracht und sie bringt es jetzt ihrer Schwester in der Minigarde bei“, sagt Nicole Ullmann. „Da bin ich Trainerin und Schwester“, ergänzt Pauline.

Angefangen in der Minigarde der KGB steigt sie auf zu den Funken. Doch nicht nur dort legt sie selbst eine flotte Sohle aufs Parkett, sondern bringt nun auch dem Nachwuchs die Showtanzschritte bei. „Wenn Pauline ’was sagt, dann machen die anderen das auch“, erzählt Nicole Ullmann. Nach der Schule – Pauline macht gerade ihr Abitur am OSZ in Wittenberge – komme ihre Tochter nach Hause und „schaut sich Karnevalsvideos an“, so Nicole Ullmann. Ihre Tochter kommentiert: „Man braucht ja Ideen.“

Ihre Choreografie hat sie sich an einem Abend selbst beigebracht. Die Inspirationen stammen von einem anderen Mariechentanz. „Ich habe das Video gesehen und dachte: Das probiere ich“, erzählt Pauline. Also habe sie ein Kostüm gesucht und fand in einer Facebookgruppe ein gebrauchtes. „Als das Paket zuhause im Flur stand, wusste ich sofort, was drin war. Bin in mein Zimmer, habe es ausgepackt, anprobiert und es passte“, erinnert sich Pauline. Auf dem Weg zum Schulbus habe sie ihren Text für die Bütt eingeübt. Ihren ersten Auftritt hatte sie beim Seniorenkarneval. „Da saßen meine Urgroßeltern im Publikum. Mein Uropa hat geweint, weil er so stolz auf mich war“, sagt Pauline. Nervös sei sie nicht gewesen: „Wenn ich auf der Bühne stehe und die Musik angeht, vergesse ich alles um mich herum.“

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