Bericht im Perleberger Sozialausschuss : Kapazitätsgrenze der Kitas ist erreicht

Wer will fleißige Bauleute sehen – hier in der Kita „Knirpsenland“ wird man fündig.
Wer will fleißige Bauleute sehen – hier in der Kita „Knirpsenland“ wird man fündig.

Mit Einschulung nur etwas Entspannung / Hortbau und Kooperation mit Krankenhaus angesprochen

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18. Juni 2016, 05:00 Uhr

Die Kitas der Stadt stoßen an ihre räumlichen und personellen Grenzen. Im Sozial- und Kulturausschuss informierte Fachbereichsleiter Henry Schweigel über den aktuellen Stand der Auslastung und die Prognosen. Einmal mehr wurde bestätigt, erst wenn die Abc-Schützen in die Schule kommen und die anderen Kita-Kinder in ältere Gruppen aufrücken, dann können auch wieder Steppkes in den Krippen aufgenommen werden. Und auch dann zeichne sich ab, dass in diesem Jahr voraussichtlich nicht alle Voranmeldungen berücksichtigt werden. Doch wie sieht es konkret in den Kitas der Stadt aus?


Kita „Piccolino“


Die Kapazität der Einrichtung wurde im vergangenen Jahr bereits von 100 auf 120 Kinder erweitert. Gegenwärtig werden hier 104 Mädchen und Jungen betreut. Also Luft nach oben? Nein, denn nicht alle Plätze konnten besetzt werden, da entweder das Alter der Kinder nicht passend war oder das nötige Personal nicht vorgehalten werden konnte. Passendes Alter bedeutet, dass es eine Gruppe der Null- bis Zweijährigen gibt, drei Gruppen im Alter von 2 bis 3 Jahren, drei Gruppen im Alter von 3 bis fast 5 Jahren und zwei Vorschulgruppen. Die Prognose: Von 31 Vorschülern kommen 23 in die Schule, acht Kinder verbleiben noch ein Jahr in der Kita.

Für dieses Jahr liegen 37 Voranmeldungen vor. Zum September werden voraussichtlich 18 Kinder in den unterschiedlichen Altersgruppen aufgenommen. Im Laufe des Jahres dann noch weitere, so dass die Kapazität ausgeschöpft wird. Übrigens, für 2017 gibt es hier bereits acht Voranmeldungen.


Kita „Knirpsenland“


Ein ähnliches Bild. Kapazität 130 Plätze, Auslastung 128 Kinder. Ein Mehr ist nicht möglich mangels Personal. Von 34 Vorschülern kommen 28 jetzt in die Schule. 31 Voranmeldungen liegen vor und für 2017 sind es auch bereits 17 bzw. zwei gar schon für 2018.

Im Ergebnis der Ausschreibung von Erzieherstellen können ab 1. August vier befristet eingestellt werden. Bis dahin haben sie ihre Ausbildung – Voraussetzung – beendet. Zudem werden in den Kitas Praktikanten des Oberstufenzentrums Wittenberge eingesetzt.

Deutlich wurde noch einmal darauf verwiesen, dass Voranmeldungen nach der Reihenfolge der Anmeldungen und der Auslastung der Gruppen abgearbeitet werden.

Auch in den Kitas freier Träger, sprich Awo, evangelischer Kindergarten, Haus Sonnenschein und Bellagio, sieht es nicht viel anders aus.

Ein Patentrezept, das für eine Entspannung sorgt, gibt es nicht. Oder doch? Gertrud Madaus (SPD), Vorsitzende des Kulturausschusses, brachte zumindest wieder den Neubau für den Hort Piccolino ins Gespräch. Damit würde automatisch Platz in der eigentlichen Kita. Wie hier der aktuelle Sachstand ist, darüber will der Ausschuss mehr erfahren. Jan Domres (Linke) hingegen fragte, inwieweit man eine Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus ins Auge gefasst habe, das die Einrichtung einer Betriebs-Kita plane. Auch hierauf soll es als bald eine Antwort geben.  

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