Kanzel in historischen Farben

Die restaurierte Kanzel in der Groß Leppiner Kirche.
Die restaurierte Kanzel in der Groß Leppiner Kirche.

Die Kirche von Groß Leppin ist in den letzten Jahren umfangreich saniert und restauriert worden

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19. Dezember 2017, 10:02 Uhr

„19 516 Euro kostet die Sanierung der Kanzel“, so Fritz-Heinz Ernst, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. „Mit der Unterstützung der Sparkasse Prignitz, 4000 Euro, der Gemeinde Plattenburg, 5000 Euro und des Ortsbeirates Glöwen, 500 Euro, haben wir die Summe zusammen bekommen.“ 10 016 Euro sind Eigenmittel der Kirchengemeinde.

Seit 2012 werden an und in der Kirche, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde, Sanierungsarbeiten durchgeführt, so Fritz-Heinz Ernst. Mit der Sanierung der Außenwände, des Daches und der Türen begann vor fünf Jahren der Sanierungszyklus. Mit der Deckensanierung 2013 starteten die Maßnahmen im Inneren der Kirche. „Es folgten die Orgel 2015, die beiden Epitaphe 2016 und in diesem Jahr die Kanzel“, sagt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.

Restauratorin Annette Sturm, die die Arbeiten an der Kanzel ausführt, hat im Frühjahr mit der Bestandsaufnahme und den Untersuchung an dieser Empore begonnen. „Die Kirche ist mir nicht unbekannt, habe ich doch bereits die Decke saniert“, so die Restauratorin. „Die Decke, wie auch Teile der Kanzel wurden 1927 vom Maler Robert Sandforf neugestaltet.“ So erfolgte eine Bewertung der Kanzel, die wahrscheinlich aus der Umgestaltungsphase des Kircheninnenraumes 1876 entstand. Letztlich wurde in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde der farbliche Zustand von 1927 hergestellt. „Damit korrespondiert die Kanzel wieder mit der Deckengestaltung“, sagt Annette Sturm. Gegenwärtig werden die letzten Arbeiten ausgeführt. Dazu gehört das Anbringen der oberen Brüstung. Danach beginnt für die Restauratorin der dokumentatorische Teil ihrer Arbeit. „Parallel zu den letzten Arbeiten erstelle ich die Dokumentation über die Kanzelsanierung. Alle denkmalpflegerischen Arbeiten müssen hier genau festgehalten werden“, erklärt sie.

„Wenn die letzten Arbeiten an der Kanzel abgeschlossen sind, dann sind wir mit der Kirche erst einmal fertig“, so Fritz-Heinz Ernst. Doch der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates plant gedanklich schon weitere Maßnahmen. Die Alte Schule wurde von der Kirchengemeinde übernommen und wird als Gemeinderaum, Jugendclub und für verschiedene Veranstaltungen genutzt. „Und hier gibt es noch einiges zu tun“, sagt er abschließend.

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