Perleberger Bautagebuch : Kanalbau An den Hufen gestartet

Das Abwasserkanalnetz wird derzeit in der Straße An den Hufen erneuert.
Das Abwasserkanalnetz wird derzeit in der Straße An den Hufen erneuert.

WTAZV investiert 270 000 Euro und hofft auf Fördermittel / Zudem geplant: Fehlende Hausanschlüsse in der Wittenberger Straße

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18. März 2016, 12:00 Uhr

Die Straße An den Hufen ist bereits eine Baustelle. Der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) wechselt hier das Kanalnetz aus. Voraussichtlich im Juni soll alles geschafft sein.

Schätzungsweise in den 50er Jahren erbaut, weist der Kanal inzwischen starke Schäden auf, ist von Harald Blumeier, zuständig für Planung und Investitionen beim WTAZV, zu erfahren. Die Rede ist von Einstürzen, Rissen und dergleichen. Hochgekocht sind die Probleme mit dem Straßenbau in der Quitzower. „Hier haben wir den Kanal tiefer gelegt. Das war faktisch die Vorbereitung dafür, dass wir auch jenen An den Hufen unbedingt anfassen müssen“, so Blumeier. Denn neben den Schäden gehe es vor allem darum, auch hier ein optimales Gefälle zu schaffen.

Rund 270 000 Euro sind als Gesamtinvestition für die Maßnahme veranschlagt, für den Verband eine beachtliche finanzielle Hausnummer. Insofern hofft er auch auf Fördermittel, die er 2015 bereits beantragte. Derweil hat das Land eine Förderung für Trink- und Abwasseranlagen ohne Begründung eingestellt. Einziger Hoffnungsschimmer: Einzelne schon im vergangenen Jahr beantragte Projekte sollen noch gefördert werden. „Welche wissen wir nicht. Wir können nur hoffen. Voraussichtlich Ende des Monats soll eine Entscheidung fallen“, merkt der Planer an. 30 Prozent der förderfähigen Kosten würde ein positiver Bescheid verheißen.

Unabhängig vom eigentlichen Kanalbau, der die Anlieger finanziell nicht tangiert, sind die Hausanschlüsse, die vom Hauptkanal bis zur Grundstücksgrenze erneuert werden, für sie kostenpflichtig. „Dazu haben wir Mitte Februar eine Einwohnerversammlung durchgeführt“, ergänzt der Planer.

Ein ganzes Stück kleiner von den Investitionen her sind die Arbeiten in der Wittenberger Straße. „Dort, wo die Stadt Straßen saniert, sind wir zumeist mit von der Partie.“ Der Hauptkanal sei hier bereits fertig, was fehlt, sind noch einige Hausanschlüsse. „Der Bauabschnitt endete am Marienplatz, sodass wir bis hier auch nur die Hausanschlüsse erneut haben. Bis Höhe des Deichbäckers soll im nächsten Bauabschnitt nachgezogen werden. Grob geschätzt geht es um eine Investition von 70 000 Euro, doch da können wir uns nicht festlegen“, betont Blumeier, da es noch keine fertige Planung gäbe.

Ob der WTAZV in diesem Jahr auch noch in der Berliner Straße aktiv werde, das hänge vom Straßenbau ab, formuliert Harald Blumeier. Hier müssen allerdings nur Teile des Hauptkanals und diverse Hausanschlüsse erneuert werden. „Die Schäden sind nicht so gravierend, wir werden zum Teil an Ort und Stelle entscheiden, wo was gemacht werden muss.“

Mit Blick auf die Stadt könne der WTAZV sagen, dass ein Großteil des Kanalnetzes bereits erneuert bzw. saniert wurde. „Wir haben uns in der Regel beim Straßenbau mit eingeklinkt.“ Ausstünden abwasserseitig noch der Rest der Quitzower Straße und das Nikolaiviertel, „doch das ist alles noch Zukunftsmusik“, gesteht Harald Blumeier. „Wir haben es aber im Blick.“

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