zur Navigation springen

Kreis Übernimmt die Kosten für Kommunen : Kampf gegen Raupen geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Eichenprozessionsspinner hat sich im Gebiet Gumtow und Groß Pankow ausgebreitet.

von
erstellt am 03.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die Kreisverwaltung wird nach eigenen Angaben auch in diesem Jahr die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners koordinieren. Zugleich übernimmt der Kreis 75 Prozent der Kosten für die Kommunen. In entsprechenden Kooperationsvereinbarungen werden alle Modalitäten geregelt, heißt es in einer Mitteilung.

Sabine Kramer, 2. Beigeordnete des Landrates, schätzt anhand der Rückmeldungen ein, dass die Bekämpfung des Schädlings im vergangenen Jahr recht erfolgreich gewesen ist. Vom 10. bis 13. Mai wurden Bäume und Alleen auf etwa 490 Hektar aus der Luft und rund 300 Bäume vom Boden aus besprüht. Deutliche Verbesserungen zeigen sich im Westen des Kreisgebietes. Im Raum Gumtow und Groß Pankow hat sich der Eichenprozessionsspinner im vergangenen Jahr weiter in Richtung Osten in bisher nicht befallene und damit auch nicht behandelte Gebiete ausgebreitet, dort liegen in diesem Jahr die Bekämpfungsschwerpunkte, so die Einschätzung.

Bis zum 15. Januar dieses Jahres wurden über das Geoinformationssystem die befallenen Bäume und Flächen erfasst. Im Landkreis Prignitz stehen in diesem Jahr rund 300 Hektar sowie etwa 450 Einzelbäume und etwa 1500 Bäume in Zuständigkeit der Kreisstraßenmeisterei zur Behandlung mit dem Biozid Dipel ES an. Das entspricht in etwa einer Größenordnung wie im vergangenen Jahr, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Das Biozid solle sowohl aus der Luft als auch vom Boden ausgebracht werden, weil für die effiziente Bekämpfung nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung steht. Während das Gift versprüht wird und bis es abgetrocknet ist, gilt ein grundsätzliches Betretungs- und Befahrungsverbot der behandelten Flächen. Die Abschnitte würden dementsprechend vorübergehend gesperrt. „Die Öffentlichkeit wird in geeigneter Form über den Beginn der Bekämpfungsmaßnahmen unterrichtet“, so Kreissprecher Frank Stubenrauch. Der Landkreis Prignitz koordiniert das fünfte Jahr in Folge die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners für die Kommunen. Alle Schritte werden in gemeinsamen Beratungen abgestimmt. Darin involviert sind ebenso die Kreisstraßenmeisterei, der Landesbetrieb für Straßenwesen sowie der Landesforstbetrieb. Die Härchen der Raupen sind für Menschen gesundheitsgefährdend, sowohl auf der Haut als auch in den Atemwegen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen