Perleberger Städtepartnerschaft : Kameraden besiegeln Freundschaft

Uwe Schleich (3. v. l.) übergibt das Geburtstagsgeschenk, die Collage 15 Jahre Feuerwehrpartnerschaft, an die Präsidentin der Feuerwehr Szczawnica Monika Mastalska.
Uwe Schleich (3. v. l.) übergibt das Geburtstagsgeschenk, die Collage 15 Jahre Feuerwehrpartnerschaft, an die Präsidentin der Feuerwehr Szczawnica Monika Mastalska.

15 Jahre Partnerschaft zwischen der Perleberger Wehr und der polnischen. Szczawnica zum Stadt- und Feuerwehrjubiläum eingeladen.

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16. Mai 2018, 12:00 Uhr

Vor 15 Jahren besiegelten Kameraden der Feuerwehr Perleberg und der polnischen Partnerstadt Szczawnica ihre Freundschaft. Nun wurde der Vertrag erneuert. Und mit dabei auch die beiden Kameraden, die damals ihre Unterschrift unter das Dokument setzten. Für die polnische Seite war es Stanislaw Mastalski, der Enkel des einstigen Begründers der Feuerwehr Szczawnica. Heute ist er bereits 89 Jahre alt. Für die Perleberger setzte Uwe Schleich seinen Namenszug unter die Urkunde.

Ein Jubiläum, das im Rahmen der Städtepartnerschaft eben auch gebührend begangen wurde. Eingeladen nach Szczawnica waren alle Partnerstädte. Am 4. Mai – in Polen der Tag der Feuerwehr – schickten sie ihre Bürgermeister und Vertreter der Feuerwehren in den Kurort im Powiat Nowotarski im Süden Polens, und hier empfing man die Prignitzer, die für Deutschland an den Start gingen und das kann man wörtlich nehmen, die Italiener, Slowaken, Ukrainer und Ungarn überaus herzlich. Übrigens, die Feuerwehrpartnerschaft mit der Slowakei besteht sogar schon 25 Jahre, fügt Uwe Schleich an.

Im Gepäck hatten die Gäste Musik, denn alle Bürger Szczawnicas waren zu einem Feuerwehrfest eingeladen. „Acht Lehrer unserer Kreismusikschule sorgten als Bigband für tolle Rhythmen, waren dabei ganz international unterwegs und kamen super an. Dafür noch einmal mein Dankeschön auch an den Landrat“, betont Bürgermeisterin Annett Jura. Zuvor hatte sie, wie auch die anderen Bürgermeister einen persönlichen Termin bei ihrem polnischen Amtskollegen Grzegorz Niezgoda.

Einmal mehr vereinbarten Annett Jura und Grzegorz Niezgoda, das Miteinander weiter auszubauen. So wird Szczawnica zum Perleberger Stadtjubiläum 2019 natürlich dabei sein, auch mit einem eigenen kulturellen Beitrag. „Wir haben dort eine Modedesignerin kennengelernt, vielleicht klappt es gar mit einer Modenschau “, so Annett Jura. Und dann gibt es auch noch das Interesse an einem Schüleraustausch. Seit Jahren besteht ein solcher bereits mit Ingolstadt, doch auch zu einer Perleberger Grundschule möchte man eine Schulpartnerschaft. „Meine Auftrag ist es, Kontakt mit unseren Schulleitern aufzunehmen“, so die Bürgermeisterin.

Dann drehte sich alles um die Feuerwehr. Festempfang auf dem die Perleberger eine Collage, die 15 Jahre Feuerwehrpartnerschaft in Szene setzt, überreichten und die polnischen Kameraden zu ihrem Jubiläum – 150 Jahre Feuerwehr Perleberg – im nächsten Jahr einluden.

Kein Feuerwehrfest ohne die Kameraden in Aktion zu erleben. Auf der ganzen Welt haben sie die gleichen Aufgaben. So startete den ersten Angriff ein Team aus einem deutschen, einem polnischen und einem slowakischen Kameraden bevor dann die drei freiwilligen Feuerwehren um den Pokal des Bürgermeisters wetteiferten. Dazu muss gesagt werden, dass es in Italien und der Ukraine nur Berufsfeuerwehren gibt.

Im Wettkampf mit historischer Handdruckspritze hatten die Perleberger die Nase vorn, „doch was zählte, war der internationale Gedanke“, betont Uwe Schleich.

Auch die Bürgermeisterin schlug sich tapfer in der Riege ihrer männlichen Amtskollegen und brachte ebenfalls einen Pokal mit in die Prignitz.

„Es war ein tolles Fest, mit super Gastgebern. Zurückgekommen sind wir mit dem Anspruch, diese Partnerschaft auf breiten Schultern weiter zu leben“, so Annett Jura.

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