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Feuerwehr Wittenberge : Kameraden 248 Mal im Einsatz

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Größte Wehr der Prignitz zieht Bilanz zu 2016. Brand des Dämmstofflagers in Wittenberge war besondere Bewährungsprobe

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erstellt am 27.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Der Pieper alarmierte Kameraden der größten Wehr im Landkreis im vergangenen Jahr 53 Mal zu Brandeinsätzen und 131 Mal zu technischen Hilfeleistungen. Hinzu kammen 64 Brandsicherheitswachen: Der Wittenberger Wehrchef und Stadtwehrführer Lars Wirwich nannte auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend diese Zahlen, die belegen, wie stark die Freiwilligen auch im vergangenen Jahr für den Schutz von Menschenleben und materiellen Gütern gefordert waren. Besonders im Gedächtnis geblieben ist den Kameraden der 27. Juli 2016. Auf 15  000 Quadratmeter Lagerfläche bei Austrotherm brannte nach einem Blitzeinschlag im Gewerbegebiet an der B 189 Dämmstoff. Die Wittenberger nahmen den Kampf gegen die Flammen auf. Wehren aus der Prignitz und Kameraden aus der Altmark rückten an. Die 200 Feuerwehrleute mit 60 Fahrzeugen bekamen das Feuer in den Griff, retteten die Produktionsstätte. „Wir haben die richtige Strategie zur Feuerbekämpfung gefunden, die Einsatzkräfte sind ruhig und überlegt vorgegangen. Das Zusammenspiel mit den anderen Wehren klappte“, bilanzierte der Wittenberger Wehrführer rückblickend. Der Einsatz bei Austrotherm habe aber auch gezeigt, so Wirwich auf der Jahreshauptversammlung, „dass für die Wittenberger ein Einsatzleitwagen in Transporterausführung, also eine Art fahrende Einsatzzentrale, notwendig ist“. Er hoffe auf die Zustimmung der Stadtverordneten.

Investiert hat die Stadt 2016, damit für die Wehr die rund eine halbe Million Euro teure neue Drehleiter in modernster Ausführung angeschafft werden konnte. Der Wehrleiter lässt keinen Zweifel daran, „dass die Kameraden gut ausgebildet sind“. So befinden sich unter den 79 aktiven Kameraden beispielsweise 35 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger und 21 Maschinisten. Für die Ausbildung wurden im vergangenen Jahr insgesamt 5096 Stunden aufgewendet. die Atemschutzgeräteträger sind an der neuen Drehleiter ausgebildet. Die Maschinisten natürlich ebenso.

Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 38 Jahren. „Das zeigt, die Mitgliederwerbung der letzten Jahre zahlt sich aus“, so der Wehrführer. Gut 34 Prozent der Kameraden sind zwischen 20 und 34 Jahre alt. Dünn ist die Decke bei den erfahrenen Blauröcken im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Ein Grund dürfte der Weggang vieler Wittenberger gleich nach der Wende sein.

Hoch erfreulich hingegen, so wertete der Wehrchef, dass der Jugendfeuerwehr derzeit 20 Mädchen und Jungen angehören, „denn sie ist ein wichtiges Standbein unserer Nachwuchsgewinnung“. Damit sei dann allerdings auch die Ausbildungskapazität beim Nachwuchs erst einmal erreicht.

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Karsten Korup, hob auf der Jahreshauptversammlung hervor, „dass es wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist, dass ihr Kameraden freiwillig dafür sorgt, dass wir in Ruhe schlafen können, dass in Not Geratenen geholfen wird, dass ihr die Stadt bei vielen Gelegenheiten unterstützt“. Auch auf den Brand bei Austrotherm ging Korup ein. Die Kameraden hätten mit ihrem Einsatzkönnen Ansiedlungswilligen bewiesen, dass Wittenberge auch sicherheitstechnisch ein guter Standort ist.

Über Beförderungen, Ehrungen und Auszeichnungen auf der Versammlung berichtet der „Prignitzer“ noch separat.  

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