zur Navigation springen

Bürger gestalten Perleberger Platz : Kaffeetreff auf Nicolai-Kirchplatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bevor das Quartier saniert wird, will BIG-Städtebau von den Bewohnern erfahren, welche Vorstellungen und Wünsche sie haben

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Der Sankt-Nicolai-Kirchplatz rückt in den Fokus der BIG-Städtebau. Er ist eine der letzten großen Maßnahmen der Städtebausanierung, die noch aussteht. Bei der Umsetzung wollen man die Bürger von Anbeginn mitnehmen. Und das ist wörtlich zu nehmen. So werde man am 7. Juli von 13 bis 16 Uhr an Ort und Stelle bei Kaffee und Kekse das Gespräch mit ihnen suchen. Ohne vorgefasster Planung oder etwaigen Vorstellungen der BIG bzw. der Stadt soll debattiert werden. „Wir wollen ganz einfach erfahren, was die Bürger, insbesondere die Anlieger sich hier wünschen, welche Ideen sie haben. Vor allem in Bezug auf die Straßen-, Wege- und Platzsituationen und die damit verbundene Erneuerung der tiefbautechnischen Versorgungsmedien“, bringt es Norbert Hollemann von der BIG-Städtebau auf einen kurzen Nenner.

Bis 2020 sollen in diesem Quartier Sanierungsmaßnahmen erfolgen. „Und da ist für uns natürlich auch von Interesse, welche Entwicklungsabsichten der Einzelne für seine Immobilie hat.“

Viele Grundstücke hier sind nur hausgroß und stehen oftmals seit vielen Jahren leer. Das Quartier Sankt-Nicolai-Kirchplatz hat die wenigsten sanierten Häuser in der Stadt. „Das Positive hier“, so Hollemann, „die meisten Bewohner sind auch Eigentümer, nur wenige kommen von auswärts“. Man beziehe in dieses erste Angebot auch die angrenzende Bewohner in der Wollweber und Uferstraße ein. „Die blicken auf Ruinen wenn sie Richtung Sankt-Nicolai-Kirchplatz schauen.“

Die Auswertung des Informationsgesprächs liefert dann die Grundlage für ein sogenanntes Quartierkonzept, das aufzeigen solle, wie planerisch die Wünsche umzusetzen sind. Damit wolle man dann in die Diskussion gehen. „Die Infoveranstaltung am 7. Juli ist der erste Schritt, dem noch etliche folgen werden. Mit der Bürgerbeteiligung fangen wir in diesem Fall ein ganzes Stück weiter vorne an“, betont Norbert Hollemann und hofft, dass auch viele Anwohner von der Offerte Gebrauch machen.

Dass Baumaßnahmen hier nur mit archäologischer Begleitung laufen werden, darüber ist man sich im Klaren. Nicht von ungefähr spricht man hier von der Wiege der Stadt. Gemeinsam mit der unteren Denkmalbehörde und in Abstimmung mit der oberen wurden so auch die geophysikalische Messung im Mai 2015 in Auftrag geben, um zu erfahren, was einem hier im Boden erwartet.

Perleberg kann auf eine über 3000 Jahre alte Siedlungsgeschichte zurückblicken, heißt es im Abriss der Geschichte, die zum 775. Stadtjubiläum erschien. Germanische, slawische und seit dem 12. Jahrhundert deutsche Bewohner siedelten in der Prignitz. Das Sankt-Nikolai-Areal, sprich die Nicolaistadt, gilt als erstes deutsches Siedlungsgebiet, ist von Kay Richter von der unteren Denkmalbehörde zu erfahren. Wo eine Siedlung war, entstand auch eine Kirche, die St. Nikolai Kirche.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen