Schule an der Stepenitz : Junge „Holzwürmer“ verschönerten Schulhof

Modellbau in der Schule mit Peter Ehrhorn, seiner Tochter und Ute Reeh.  Fotos: privat
Modellbau in der Schule mit Peter Ehrhorn, seiner Tochter und Ute Reeh. Fotos: privat

Schüler aus der Schule an der Stepenitz arbeiteten über Monate mit Tischlermeister und Künstlerin zusammen

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03. August 2015, 22:00 Uhr

Mächtig stolz sind die Mädchen und Jungen auf ihre tolle rustikale Holzbank und die Sitzgruppe, die seit kurzem den Hof der Schule an der Stepenitz schmücken. Und nicht nur das: Sie sind auch sehr praktisch, einladend und noch dazu gemütlich. Zusammen mit Ute Reeh, einer Künstlerin aus Düsseldorf, sammelten Schüler der 7. und 8. Klasse der Schule zuvor Ideen für das Schulgelände. Das Ganze wurde auf Papier festgehalten und mit Knete im Kleinformat gestaltet.

Spannend war dann die praktische Umsetzung. Dafür stand Peter Ehrhorn, seit 1998 selbstständiger Tischlermeister in Zwischendeich, den Schülern und den betreuenden Pädagogen, Doreen Graef und Evelyn Redlich, zur Seite. Er fertigte zunächst Modelle aus Holz an. Gemeinsam ging es in den Wald. Dort hatte Peter Ehrhorn Bäume gefällt, die mit ihrer geschwungenen Form bestens für die Realisierung der Ideen geeignet waren. Das Holz wurde verladen und zur Werkstatt nach Zwischendeich gebracht. Dabei erfuhren die Schüler auch, wie eigentlich das Fällen eines Baumes vor sich geht.

Ehrhorns Werkstatt war dann mehrfach Anlaufpunkt für die jungen Leute, die unter Anleitung des Tischlermeisters den Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen ausprobieren konnten. Die Baumstämme für die Füße von Tisch und Bänken wurden entrindet, die Bohlen gesägt, gehobelt, geschliffen und gestrichen. Die Schüler lernten, wie ein Tischler arbeitet, damit man am Ende keine Schrauben am fertigen Objekt sieht.

„Als Schüler in der Werkstatt eines Tischlers zu arbeiten, ist eine geniale Erfahrung. Die Arbeit mit Herrn Ehrhorn, seinem Lehrling und seiner Tochter Friederike hat uns sehr viel Spaß gemacht“, resümieren die jungen Leute.

Finanziell gefördert wurde das Projekt von der Bundesvereinigung für Kulturelle Kinder- und Jugendbildung. Eingebettet war die handwerkliche Aktion in das Projekt „Damit wir bleiben können – Perleberg auf dem Weg zur schönsten Stadt der Welt“. Die Kreishandwerkerschaft Prignitz, die Jugendhilfe Nordwest-Brandenburg (JNWB) und der Verein „Zentrum für Peripherie“ aus Nebelin gehörten ebenfalls zu den Unterstützern.

Die Gedanken von Schulleiterin Monika Wlodarz schweifen inzwischen schon ein Stückchen weiter. Auf einem Teil des Schulhofes soll eine Art grünes Klassenzimmer entstehen, gewissermaßen als weiterer Mosaikstein auf dem schön gelegenen Areal nahe des Flussufers, im Herzen der Stadt.

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