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Baumspende : Junge Bäume braucht der Friedhof

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Spenden – auch in Erinnerung an Verstorbene – unterstützen die Profilierung des Areals

svz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 16:58 Uhr

Vor einem Jahr hat Rosemarie Freuck ihre letzte Ruhe auf dem hiesigen Waldfriedhof gefunden. Die Familie der Elbestädterin möchte die Erinnerung an die Mutter, Oma und Uroma auf besondere Weise wach halten, erklärt Tochter Gabriele Hilgenfeld, die gemeinsam mit drei Geschwistern aufwuchs. Deshalb hat die Familie sich zusammengesetzt, gemeinsam über das Wie beraten und beschlossen, „dass wir im Gedenken an Oma einen Baum für den Friedhof spenden“, sagen die Enkelinnen Jeanett und Tina Hilgenfeld.

Die beiden jungen Damen und ihre Mutter Gabriele trafen sich gestern mit Friedhofsverwalter Ingo Lipinski, an dem Baum, den sie für die Mutter bzw. Großmutter ausgewählt haben. Es handelt sich um eine Rotbuche (Fagus sylvatica). „Die Buche ist bereits dreimal verschult und hat einen Stammumfang von rund 14 Zentimetern. Damit kann man wirklich zufrieden sein“, freut sich Lipinski und versichert, dass die Mitarbeiter sich gut um den Baumnachwuchs für den Friedhof kümmern werden.

Baumspenden wie die der Angehörigen von Rosemarie Freuck sind auf dem Friedhof jederzeit willkommen, betont Ingo Lipinski: „Unser Waldfriedhof wird durch zahlreiche recht alte Bäume geprägt. Wir müssen unbedingt für Ersatz sorgen.“ Selbstverständlich sei es schön, wenn ein gespendeter Baum an einen Verstorbenen erinnert. Aber auch unabhängig von Trauerfällen, könne jeder zu jeder Zeit gern das Anschaffen und Pflanzen eines Baumes auf dem gut 24 Hektar großen Gelände unterstützen. Man müsse mit einem finanziellen Aufwand zwischen 100 und 200 Euro rechnen. „Damit profilieren wir den Waldcharakter unseres Friedhofs weiter“, so Lipinski. Die Verwaltung berät die Baumspender gern. „Wir bevorzugen einheimische Arten und wissen, was wo gepflanzt werden kann.“ Dass die Rotbuche, die die Familie für Rosemarie Freuck pflanzen ließ, in unmittelbarer Nähe von deren Grabstätte wachsen wird, ist eine glückliche Fügung. „Das können wir nicht in jedem Fall garantieren“, erklärt Lipinski.

Wer einen Baum spenden möchte, findet in Lipinski in der Friedhofsverwaltung (03877/403634) den richtigen Ansprechpartner.

 

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