Frühjahrsputz-Aktion in und um Wittenberge : Jung und Alt leben Putzfimmel aus

Hat den Dreh raus: Ole Koch vom Jugendclub in Weisen kontrolliert ein Verkehrsschild am Landmarkt. Fotos: Reik Anton
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Hat den Dreh raus: Ole Koch vom Jugendclub in Weisen kontrolliert ein Verkehrsschild am Landmarkt. Fotos: Reik Anton

In Wittenberge und der Gemeinde Weisen griffen zahlreiche Bürger zu Harken, Besen und Co. um Müll und Laub zu beseitigen

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21. März 2016, 12:00 Uhr

Morgens um 10 in Weisen: Gefühlt der halbe Ort war am Sonnabend auf den Beinen, um die Gemeinde herauszuputzen. Rund um den Landmarkt war das Treiben besonders sichtbar. Fünf Mitglieder des Jugendclubs kontrollierten die Standfestigkeit von Straßenschildern. So schraubte Ole Koch kurzerhand ein Vorfahrtszeichen wieder fest. Außerdem wurden Gullydeckel kontrolliert. Rund um den Kreisverkehr an der L11 war Gemeindevertreter Mario Dahse mit Helfern unterwegs. „Neben der Fahrbahn liegen Zigarettenkippen, Flaschen, Dosen oder auch Essensverpackungen. Die sammeln wir ein. Am Kreisel werden wir einen Baum wieder an seinem Gestell festbinden“, so Dahse.

Insgesamt 123 Einwohner beteiligten sich laut Bürgermeister David Leu in Weisen und Schilde am Frühjahrsputz. Der Jüngste war Hendrik Holzmann, der sogar seine eigene Ausrüstung mitgebracht hatte (siehe Foto). Der älteste Teilnehmer war 87 Jahre. Zehn Traktoranhänger mit Unrat wurden in Weisen und Schilde abgefahren. Heike Bösch aus Schilde lobte den Zusammenhalt. „Wir machen im Frühjahr und im Herbst so einen Arbeitseinsatz. Die Beteiligung ist immer groß. Die Landwirte helfen mit ihrer Technik. Wir kümmern uns heute zum Beispiel um die Straßen und den Buswendeplatz.“

Auch der Spielplatz am Landmarkt wurde für die wärmeren Tage hergerichtet. Elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr schwangen die Harken. „Außerdem kümmern wir uns um die Spielgeräte, machen sie sauber und befreien sie von Unrat“, erklärte Michael Goede, stellvertretender Jugendwart.

Doch auch in Wittenberge wurde ordentlich geputzt. So zum Beispiel in der Kleingartenanlage „Paul Klink“ im Bentwischer Weg. Hier waren etwa 30 Mitglieder beim Arbeitseinsatz dabei. „Wir säubern die leerstehenden Gärten, holen Plastik und altes Holz heraus“, erzählte Alfred Schenk, stellvertretender Vereinsvorsitzender. Der Frühjahrsputz sei nötig, „schließlich wollen wir es ja noch eine Weile schön haben“. Sechs Big Bags und „eine Menge“ blaue Säcke wurden gefüllt und später von Mitarbeitern des Betriebshofs abgeholt. Der hatte im Vorfeld insgesamt rund 150 blaue Säcke in der Stadt verteilt.

In der Kleingartensparte Schwartauer Weg II beteiligten sich 40 Mitglieder am Frühjahrsputz. „Wir harken Laub zusammen, zum Beispiel auf unserem Parkplatz und rund herum um das Vereinshaus“, schilderte Uwe Karger, Vorsitzender des Vereins. Sein Stellvertreter Ulrich Kirschnick ergänzte: „Außerdem sammeln wir im Außenbereich unserer Anlage den Müll ein. Wir haben zwei volle Säcke zusammenbekommen.“ 120 Gärten sind derzeit verpachtet. Jedes Mitglied müsse laut Kirschnick vier Arbeitsstunden im Jahr für den Verein aufbringen. „Das zählt heute natürlich dazu.“


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