Jugendweihe: Dein Tag

39 Schüler des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums erhielten Sonnabend die Jugendweihe

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28. Mai 2017, 15:37 Uhr

Aufregung pur: „Gestern konnte uns schon niemand ansprechen“, gestehen die Mädels. Irgendwie lagen die Nerven bereits blank. Schließlich hat man Jugendweihe auch nur einmal im Leben. „Und wir hatten an so vieles zu denken “, berichten sie aufgeregt durcheinander. Jeder hatte für die eigene Feier eine Dankesrede vorzubereiten, dann war da das Kleid, das besonders schick sein sollte. Und die Schuhe. Statt Sneakern und Turnschuhen waren Absätze oder zumindest flotte Ballerinas angesagt. „Hoffentlich komme ich damit auch heil von der Bühne“, ging es allen durch den Kopf.

Mit der Jugendweihe gehören sie offiziell zum Kreis der Erwachsenen. „Erwachsen sind wir aber glaube ich noch nicht“, räumen Theresa Arndt und Theresa Pauli ein, die übrigens auch den Dank der Jugendweihlinge sprechen. So recht wollen sie das auch noch nicht sein. Es sei durchaus schön, ab und an bemuttert zu werden, es sei schön, wenn das Essen auf dem Tisch steht und man sich nicht ums Wäschewaschen kümmern müsse. Außerdem klinge das „Sie“ irgendwie alt. Aber wie Erwachsene behandelt zu werden, das wollen sie schon, zumindest wenn es ums Entscheiden geht.

Gleiche Meinung bei den jungen Herren der Schöpfung, die sich im selbst ausgewählten Anzug zwar gut aussehend finden, zugleich aber unwohl fühlen. Ein Anzug macht noch keinen Mann, eine Jugendweihe noch keinen Erwachsenen, aber man ist auf dem Weg. Und auf diesem hält das Leben für die Jugendweihlinge, die das Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium besuchen, noch vieles bereit. Seinen Weg zu finden und zu gehen, dabei werden ihnen auch weiterhin viele zur Seite stehen, wie Bürgermeisterin Annett Jura sinngemäß auch in ihrer Festrede betonte. In erster Linie ihre Eltern, denen sie an diesem Tag auch besonders danken. Dann wird aber gefeiert, denn darauf haben sie sich an diesem Tag am meisten gefreut, und auf die Geschenke.  

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