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Jubiläum in Perleberg : Jugendwehr wird 25 Jahre alt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mathias Dahse, damals zehn Jahre alt und heute Maschinist auf der Drehleiter, erinnert sich

von
erstellt am 09.Sep.2016 | 10:00 Uhr

Die Perleberger Jugendwehr feiert Geburtstag – „den 25.“, ergänzt Mathias Dahse. Der 35-Jährige muss es ja wissen, schließlich gehört er zu den „Gründungsmitgliedern“. Als Stift von zehn Jahren wurde er Mitglied bei den Nachwuchsblauröcken, als diese 1991 sprichwörtlich aus der Taufe gehoben wurden. „Familientradition“, so seine Antwort auf das Warum. Sein Vater war stellvertretender Wehrführer. Da gebiete es sich von selbst, dass auch der Spross zur Feuerwehr kommt. „Wir waren alle Söhne von Feuerwehrmännern“, erinnert sich Mathias Dahse. Und mächtig stolz, dazu zu gehören, auch wenn sich ihre Uniform sichtbar von der der Kameraden unterschied. DDR-Kombis der aktiven Kameraden mit DDR-Helm und Koppel ließen sie als Feuerwehrnachwuchs erkennen. Technik? „Was die Großen hatten, was auf den Fahrzeugen drauf war, das nutzten wir auch, sofern wir es schon händeln konnten.“

Wolfgang Milstrey war ihr erster Jugendwart, „für unsere Ausbildung fühlten sich aber so ziemlich alle verantwortlich und zuständig“. Immer Sonnabends um 9 Uhr hieß es antreten in der Wache. „Große Technik, da war jeder fasziniert “, erzählt der junge Perleberger, der als einziger aus der damaligen Jugendwehr noch dabei ist, heute als Maschinist auf der Drehleiter. „Es hat einfach Spaß gemacht, und man traf die Freunde. Denn mittlerweile gab es die Realschule, die Gesamtschule und das Gymnasium in Perleberg. Alle waren wir in der Stadt, doch über den Weg lief man sich kaum noch. Sonnabends war dann großes Treffen bei der Feuerwehr. Wenn um 9 Uhr angesagt war, dann stand man oft schon um 8 Uhr in der Tür. Eben auch, weil wir spürten, den Kameraden war daran gelegen, dass wir hier ’was lernen.“ Und umgekehrt, was der Jugendwart sagte, war Gesetz. „Wenn sich Ralf Arnold gerade machte, hast du eine Stecknadel fallen gehört.“

Viele Erinnerungen verbindet der junge Feuerwehrmann mit der Jugendwehr. Und da dürfen die Jugendlager nicht fehlen. Anfangs ging es nach Sandkrug und dann einmal nach Berlin-Buch auf das Übungsareal der Berufsfeuerwehr. Die Lufthörner des Löschfahrzeugs klingen ihm immer noch in den Ohren. „Wenn das Sondersignal vor dem Zelt erklang, stand jeder kerzengerade.“

Und auch den Brand in einer Küche in der Grahlstraße vergesse er nie. „Wir waren gerade in Richtung Bad Wilsnack zur Ausbildung unterwegs, als die Alarmierung erfolgte. Uns unterwegs einfach absetzen, das ging ja schlecht, also fuhren wir mit zum Einsatz.“ Auch wenn sie brav im Fahrzeug sitzen bleiben mussten. „Es war super spannend“, gesteht Mathias Dahse.

Es war eine tolle Truppe und es sei eben diese Gemeinschaft gewesen, die sie zu Feuerwehrmännern werden ließ. Darüber zu debattieren wie wichtig der Nachwuchs ist, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Insofern fühle es sich schon gut an, wenn man sieht, wie heute der Nachwuchs bei der Perleberger Wehr aufgestellt sei. 37 Mitglieder einschließlich der Floriangruppe zählt die Perleberger Jugendwehr.

 

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