Spardruck : Jugendclub im Visier

Der Jugendclub Würfel in der Bad Wilsnacker Straße ist vor allem in den Ferien für viele Kinder Abenteuer- und Lernplatz zuglech, wie hier bei einer Übung mit dem Roten Kreuz.
Der Jugendclub Würfel in der Bad Wilsnacker Straße ist vor allem in den Ferien für viele Kinder Abenteuer- und Lernplatz zuglech, wie hier bei einer Übung mit dem Roten Kreuz.

CDU-Fraktion erbittet Prüfung, ob freie Trägerschaft für Würfel Kosten spart

svz.de von
08. September 2015, 22:00 Uhr

Ist der Jugendclub Würfel eine Einrichtung, an der die Stadt Wittenberge Geld einsparen kann? Diese Frage will die CDU-Fraktion der Wittenberger Stadtverordnetenversammlung klären lassen. Dazu beantragten die Abgeordneten im Sozial- und im Finanzausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, die Überführung des Würfels in eine freie Trägerschaft zu prüfen und sich dadurch ergebende finanzielle Veränderungen darzustellen.


Positive Erfahrungen mit SOS im Jahnschulhort


„Es geht uns darum, Möglichkeiten zur Einsparung von Haushaltsmitteln zu erkennen“, sagte Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Lüttschwager. „Wir befinden uns in der Haushaltssicherung, und es gibt einen Runderlass des Innenministeriums, dem zufolge die Kommunen vor allem bei freiwilligen Aufgaben Sparpotenziale ausloten sollen.“ Aus diesem Grund und mit Blick auf die positiven Erfahrungen, die man mit SOS als freiem Träger des Jahnschul-Hortes gemacht habe, sei eine Überprüfung des Würfels geboten.

In beiden bisherigen Ausschüssen wurde der Antrag kontrovers diskutiert und mit Verweis auf die derzeit in der Stadtverwaltung laufende Organisationsprüfung mehrheitlich abgelehnt. Diese sei zunächst abzuwarten und gegebenenfalls zu erfragen, ob der Würfel nicht ohnehin Bestandteil dieser Überprüfung ist, argumentierten mehrere Ausschussmitglieder.

Das Wittenberger Hauptamt informierte auf Nachfrage, dass alle Personalstellen in die Überprüfung mit einbezogen seien, das gelte auch für den Jugendclub.


Keine akute Absicht, Jugendclub auszulagern


CDU-Fraktionschef Lüttschwager betonte, es sei nicht Ziel des Antrages, den Jugendclub aus der städtischen Verantwortung zu nehmen. „Es geht uns vorerst nur darum, zu überprüfen, ob eine freie Trägerschaft für die Stadt finanziell günstiger ist, daher auch die Bitte um die Darstellung der Kosten. Aber das hat sich mit der Ablehnung durch die Abgeordneten ja mehr oder weniger erledigt.“

In beiden Ausschüssen kam überdies zur Sprache, dass die Qualität der Betreuung im Jugendclub Würfel verbessert werden müsse. Was zuz verbessern sei, wurde nicht angesprochen.  

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