Perleberg : Jugend zeigt wenig Interesse

Schülersprecher Jeremias Telschow (l.) will das Thema am Gymnasium jetzt ansprechen.
Schülersprecher Jeremias Telschow (l.) will das Thema am Gymnasium jetzt ansprechen.

Stadt Perleberg will Kinder- und Jugendbeteiligung mittelfristig entwickeln.

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08. November 2018, 09:09 Uhr

„Hier ist doch nichts los für Jugendliche.“ Diesen Satz bekommt man ziemlich häufig zu hören. Deshalb soll die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen einen größeren Stellenwert erhalten. So auch in Perleberg. Doch das Interesse an einer Beteiligung scheint beim Rolandstädter Nachwuchs sehr gering zu sein.

Bürgermeisterin Annett Jura hatte zu Beginn des neuen Schuljahres einen Aufruf gestartet. Sie wollte von den Kindern und Jugendlichen wissen, wie sie sich eine angemessene Beteiligung in der Kreisstadt vorstellen könnten. „Doch bis zum Stichtag am 30. September gingen lediglich zwei Wunschzettel bei der Stadt ein“, sagt Hauptamtsleiter Axel Schmidt. „Natürlich wissen wir, dass jeder Anfang schwer ist, und so wird es nach wie vor auf der Tagesordnung bleiben.“

Jeremias Telschow, Schülersprecher am Gottfried-Arnold-Gymnasium hält es für eine gute Idee. „Die Frage ist nur, in wie weit sich Schüler finden, die sich daran beteiligen wollen.“ Ihn selbst habe der Aufruf der Bürgermeisterin zwei Tage vor dem Abgabetermin erreicht. „Deshalb haben wir die Jugendbeteiligung in Perleberg nicht mehr thematisiert“, sagt er.

Axel Schmidt weiß, dass diese Idee auch bei den Kindern und Jugendlichen wachsen muss. Deshalb will die Stadt einen Koordinator für Soziale Angelegenheiten, Kinder- und Jugendbeteiligung einsetzen, der am Effi beheimatet ist. „Hier sind die Kinder und Jugendlichen und hier soll dann auch deren Ansprechpartner sein“, so Schmidt. „Deshalb wissen wir jetzt noch nicht, ob es künftig einen Jugendbeirat geben wird“, meint der Hauptamtsleiter.

Das veranlasst nun auch den Schülersprecher, das Thema doch zu beraten. „Ich werde es zunächst mit der Lehrervertretung und dann in der Schülerkonferenz besprechen“, sagt Jeremias Telschow. Ein Thema, was ein Jugendrat aus seiner Sicht ansprechen sollte, wäre die Ausstattung der Schulen, zum Beispiel mit modernen Computern. „Da fehlen uns am Gymnasium noch einige.“

Der Schülersprecher der Oberschule war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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