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Perleberg : Judenhof nimmt nach und nach Gestalt an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Staatssekretär und Kulturbund-Spitze besichtigten die Baustelle in der Parchimer Straße. Es sei ein tolles, von ehrenamtlicher Arbeit getragenes Projekt.

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erstellt am 01.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Mit seinem Besuch in der Rolandstadt schlug Martin Gorholt, Staatssekretär im Potsdamer Kulturministerium, am Donnerstag gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es war quasi sein Antrittsbesuch bei Perlebergs neuer Bürgermeisterin Annett Jura und er nahm den Judenhof in Augenschein, auf dem derzeit umfangreiche Bauarbeiten laufen. Es sei ein tolles, von ehrenamtlicher Arbeit getragenes Projekt, das in Brandenburg seinesgleichen suche und das auf jeden Fall ausstrahlen könne, lobte Gorholt die Initiative des Perleberger Kulturvereins und des brandenburgischen Kulturbundes. Letzterer war mit seinem Vorsitzenden Dr. Hinrich Enderlein und Landesgeschäftsführerin Carla Villwock Donnerstagnachmittag prominent vertreten. Das Kulturministerium werde den Kulturbund nach seinen Möglichkeiten unterstützen, was die Innenausstattung der künftigen Judenhof-Räumlichkeiten betrifft, versprach Martin Gorholt am Donnerstag. Auch, was die Gestaltung der schon seit Jahren hier stehenden Stelen angehe, wolle man sich gemeinsam einen Kopf machen.

Architekt Stefan Kunzemann erläuterte der Gruppe vor der Baustellenbegehung, wie man sich die künftige Gestaltung und Nutzung vorstellen muss. Eine vielschichtige Fassade und eine ideenreiche Beleuchtung sollen auf das in der Altstadt etwas versteckt liegende Gebäude aufmerksam machen, so Kunzemann. Einen Durchblick zum Hagen werde es geben und die Möglichkeit, das kleine Gärtchen am Stepenitzufer in die künftige Nutzung mit einzubeziehen.

Bei aller Euphorie und Erwartung auf das, was hier entsteht, im Stadtentwicklungsausschuss gab es diese Woche auch Kritik. Konkret ging es um den Baufortgang und um dem Fertigstellungstermin. Denn der ist wieder ein Stück nach hinten gerückt. Während bisher von Ende Juli die Rede war, spricht Architekt Stefan Kunzemann nun von Ende August. Die Archäologie – man habe tiefer gehen können als geplant – und ein baulicher Mehraufwand seien vorwiegend Gründe für den Verzug. Kostenmäßig bewege man sich bis jetzt aber im beschlossenen Rahmen, so Kunzemann. Die Bauarbeiten hatten Ende Januar dieses Jahres begonnen.  
 


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