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Geburtstag von Perleberg : Jubiläum sprengt Kostenrahmen

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Aus der Redaktion des Prignitzers

775-Jahrfeier war rund 60 Prozent teurer als geplant und belastbare Kalkulation gab es nicht. Die Schlussabrechnung steht sogar noch aus.

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erstellt am 18.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Es war ein tolles Fest zum 775. Stadtgeburtstag. An die 30 000 Besucher zählte Perleberg an den drei Festtagen, schätzte Bürgermeister Fred Fischer. Genaue Zahlen gibt es hier nicht, kann es nicht geben, denn Eintritt wurde nicht genommen. Erste Zahlen, wie auch von den Stadtverordneten gefordert, gibt es aber inzwischen hinsichtlich der Kosten.

Knappe 100 000 Euro hatte die Stadt für den Jubiläumsgeburtstag in den Haushalt eingestellt – unterm Strich noch zu wenig. Denn die erste Auswertung zeigt ein Minus von 58 000 Euro. Allerdings ist dieser Wert nur bedingt aussagekräftig, denn abgerechnet wird, wenn alle Rechnungen vorliegen, Verbindlichkeiten beglichen und Artikel verkauft sind. Ausstehen unter anderem noch die Gema-Gebühren, und auf der Einnahmenseite etliche Produkte, die eigens fürs Stadtjubiläum produziert wurden. Demnächst wird beispielsweise auch die DVD über die Feierlichkeiten zum Verkauf angeboten, „und hier erhoffen wir uns, dass diese auf großes Interesse stößt“, so Kämmerin Ute Brüggemann. Sie gab am Dienstagabend im Finanzausschuss einen ersten Überblick über Einnahmen und Ausgaben zum Stadtjubiläum.

„Um schlappe 60 Prozent ist damit der Kostenrahmen überschritten“, bringt es Ausschussvorsitzender Frank Rüdiger-Gottschalk (CDU) auf den Punkt und regt zur Stadtverordnetenversammlung im Dezember eine Analyse der Mehrkosten an. Anspruch sei einfach, für derartige Events Erfahrungen zu sammeln, ein Gefühl für die Planung zu bekommen, so sinngemäß Rüdiger-Gottschalk.

Intern sei man bereits dabei, Ursachen auszuloten, betonte die Kämmerin. Sie machte aber auch deutlich, dass alle Planungsansätze mehr oder weniger Schätzwerte waren, eine belastbare Kalkulation hatte man nicht, denn Erfahrungen gab es bis dato keine.

Mit den knapp 50 Erlebnispunkten, verteilt in der Stadt, hat Perleberg absolutes Neuland beschritten. Und viele, die im Vorfeld noch das Fehlen eines Festumzuges bedauerten, waren anschließend begeistert von dem Konzept. Denn es ist aufgegangen. Dafür spricht nicht zuletzt, das inzwischen auch andere dafür reges Interesse zeigen.

Perleberg feierte drei Tage und alle waren dazu eingeladen. Aus diesem Grund verzichtete die Stadt auch auf Eintritt. Außer dem Caterer und dem kleinen Bauernmarkt an der Kirche zahlte niemand Gebühren. „Es war somit ein Fest mit vielen Unbekannten“, so die Kämmerin abschließend.


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