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Festspielhaus Wittenberge : Josef – kein alltäglicher Typ

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Adonia-Projektchor bringt biblische Geschichte als Musical auf die Bühne des Kulturhauses. Stehender Beifall für die 70 Mitwirkenden.

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2017 | 22:00 Uhr

Josef und seine Brüder, wie sie am Freitag Abend auf der Bühne des Wittenberger Kulturhauses agieren, könnten auch eine Schulklasse, Clique oder Fangruppe sein. Die Hauptfigur ist anders, hat Träume und Visionen, wird bevorzugt. Eifersucht und Neid werden zu Hass. Der ungeliebte Bruder wird verprügelt und an ägyptische Sklavenhändler verkauft, dem Vater vorgelogen, Josef sei von wilden Tieren getötet worden. Dieser erlebt nun in Ägypten Höhen und Tiefen, ist Sklave und Gefangener, Verwalter des Chef der Palastgarde und Oberster Minister des Pharao. Er hält immer an seinem Glauben fest, trifft die Brüder wieder und vergibt ihnen.

Auf die Bühne gebracht hat das Musical nach biblischen Motiven der Adonia-Verein, der eng mit lokalen Kirchengemeinden zusammenwirkt. In Wittenberge ermöglichten die Landeskirchliche Gemeinschaft und Spenden die Aufführung des Musicals.

Rund 70 Mitwirkende standen auf der Bühne, darunter Jonna und Silas Heider, Mariam und Tabitha Schmidt aus Wittenberge. Alle Jugendlichen hatten sich fünf Tage zuvor in Berlin zum gemeinsamen Üben getroffen. Im Vorfeld hatten sie mittels einer CD die Lieder einstudieren können. Bis auf die Hauptrolle wurden alle anderen Figuren erst nach den ersten Proben besetzt.

„Es war wieder eine große Herausforderung, aber alle haben darauf vertraut, dass es klappt. Es wurde intensiv geprobt und trotz knapper Zeit ging es ohne Tränen ab“, sagt die musikalische Leiterin Hanna Müller. „Das zeigt die gute Vorbereitung der Freiwilligen.“ Mit dem bereits zweiten Wittenberger Gastspiel ist Hanna Müller sehr zufrieden. „Es lief gut, auch wenn es kleine Patzer gab, aber die gehören dazu.“

Nach den mit stehendem Beifall aufgenommenen Musical warten diverse Zuschauer vor der Bühne auf „ihre Adonia-Sänger“, denen sie bis zur Weiterreise am Sonnabend ein Quartier geben. Begonnen hat die Aufführung mit einem Geburtstagsständchen des Publikums für den Hauptdarsteller.

Im nächsten Jahr wird der Berliner Adonia-Projektchor erstmals auch ein Junior Musicalcamp für Acht- bis Zwölfjährige neben dem Teamcamp für 12- bis 18-Jährige anbieten. Die Zahl der Aufführungen steigt von vier auf acht.  

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