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Klein Linde : Jörg Hildebrandt und die Bodendenkmale

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer erhielt Anerkennung im Rahmen des Denkmalpflegepreises 2017

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 13:46 Uhr

„Da ist man schon stolz, wenn man nach 30-jähriger Tätigkeit eine Anerkennung bekommt“, bringt Jörg Hildebrandt es auf den Punkt. Aus den Händen von Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Martina Münch, erhielt der Klein Linder „für seinen langjährigen hervorragenden Einsatz als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger“ eine Anerkennung im Rahmen des Brandenburger Denkmalpflegepreises 2017.

Zu seinem ungewöhnlichen Hobby kam Jörg Hildebrandt erst sehr spät, wie er dem „Prignitzer“ berichtet. „Damals war ich 35.“ Es war 1983, als Wolfram Hennies und Günther Seier am Perleberger Museum im Winterhalbjahr zu Dia-Vorträgen einluden. „Da bin ich hingegangen, habe dadurch in der AG Ur- und Frühgeschichte mitgemacht und bin so in die Materie reingewachsen“, erzählt er. Der damalige Kreisdenkmalpfleger Erwin Wirschke hat ihn sehr geprägt. „Mit ihm bin ich jahrelang über den Acker gelaufen“, sagt er. Hier sammelte er seine praktischen Erfahrungen. Wichtige theoretische Lehrgänge hat Hildebrandt intensiv von 2004 bis 2008 besucht.

Jörg Hildebrandt braucht nicht weit zu gehen, die Region hat viele Bodendenkmäler. Als 1988/89 die Umgehungsstraße (B 189) gebaut wurde, da hatte er seine Grabungsstätte unmittelbar vor der Haustür.

Seit vielen Jahren begleitet ihn Andreas Nürnberg, der einst mit 12 Jahren bei Hildebrandt begann. Aktuell sind sie meistens an einem eiszeitlichen Fundplatz an der Stepenitz.

Seine Frau akzeptiert sein ungewöhnliches Hobby, und so kann es schon mal passieren, dass ein Spaziergang oder eine Radtour in der Erkundung einer Waldfläche endet, auf der er auf einen Grabhügel stößt. Auch im Urlaub sind Museen der Ur- und Frühgeschichte sein Ziel – selbst auf Mallorca, wie er lachend erzählt. Und wenn am Seddiner Königsgrab oder auf dem Perleberger Galgenberg gegraben wird, dann ist Jörg Hildebrandt mit Sicherheit dabei.

Zu diesem jahrzehntelangen Engagement gab es nun die verdiente Anerkennung im Rahmen des Denkmalpflegepreises 2017, zu der auch Landrat Torsten Uhe gratulierte.

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