zur Navigation springen

Kunst in Wittenberge : Jetzt wird wieder gesprüht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gymnasium, Stadtwerke und Künstler Mathias Philipp setzen gemeinsam neue Akzente in der Stadt

von
erstellt am 12.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Es ist ein Mammutvorhaben. Aber die jungen Leute aus den Jahrgängen 10 und 11 am Gymnasium sind mit ihrer Lehrerin Kathrin Lockenvitz sicher, dass sie es wuppen werden. Die Gymnasiasten, die Fachlehrerin und der Künstler Mathias Philipp sind ein Team. Ihr Partner und Auftraggeber sind die Wittenberger Stadtwerke. Ihr Projekt sind fünf Stromstationen des Wittenberger Energieversorgers.

Bereits in den letzten Jahren haben sich die Stadtwerke durch die kreative Gestaltung von Stationen im Stadtgebiet und in der Umgebung einen Namen gemacht. Ihr Motto: Statt Einheitsgrau Farbe, statt sinnlos besprühter Flächen pfiffige Hingucker. Mit Mathias Philipp haben die Stadtwerke bereits zusammengearbeitet, sehr gut sogar zusammengearbeitet, betont Lars Kretlow von den Stadtwerken.

Und auch das Gymnasium und Philipp kennen und schätzen sich schon von gemeinsamem kreativen Schaffen. Der unübersehbare Beweis ist die Fassade am Stammsitz der Stadtwerke in der Bentwischer Chaussee. „Im vergangenen Jahr haben wir die Entwürfe dafür mit entwickelt. In diesem Jahr ist es umgekehrt. Mathias hat die Motive für die Elektrostationen entwickelt. Unsere Schüler setzen sie um“, sagt Kathrin Lockenvitz. Eine Woche haben sie dafür Zeit. Es ist der künstlerische Sommerkurs des Gymnasiums, „den unsere Schulleitung durch ihre Unterstützung möglich macht“, so die Kunstlehrerin.

Lars Kretlow (l.) und Mathias Philipp mit den Motiven im Kitabereich.
Lars Kretlow (l.) und Mathias Philipp mit den Motiven im Kitabereich.

Das künstlerische Handwerkszeug von Mathias Philipp sind Farbspraydosen. Nein, sagt er, als Graffitikünstler sehe er sich nicht. Das sei eine Einengung vor allem auf Schrift. Philipp ist vielseitig kreativ. Die Stromstation auf dem Karlplatz, wo die Schüler und er am Montag mit der Gestaltung begannen, liefert beim aktuellen Projekt den ersten Beweis. Auf der frisch gestrichenen Fassade werden in Form in Pins historische Bilder aus Wittenberge platziert; so zum Beispiel das Nähmaschinenwerk und die Eisenbahnbrücke. Die Motive sind kompliziert. „Die Schüler werden es schaffen, wir arbeiten gut zusammen“, ist Philipp überzeugt.

Neben dem Trafo auf dem Karlplatz haben die Stadtwerke ihre Station auf dem Bismarckplatz, die bei der Erdgastankstelle in der Bentwischer Chaussee und die beiden im Stadtpark für die Verschönerungskur ausersehen. Mathias Philipp holt den Entwurf für die Stromstation hervor, die dicht bei der Kita „Märchenland“ steht. „Dort machen wir extra was für die Kinder, richtig bunt und zum Entdecken.“ Pilze im Wald und einen Specht zeigen die Bilder. „Es wird bestimmt lustig.“ „Und wir als Stadtwerke setzen in Wittenberge im Zusammenarbeit mit der Schule und dem Künstler weitere Akzente“, fügt Kretlow an.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen