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Der Prignitzer

19. November 2017 | 08:12 Uhr

Jetzt kommen die Sandsäcke weg

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2013 | 06:59 Uhr

Wittenberge | Auf der Straße zwischen Hinzdorf und Scharleuk zieht sich am Rand eine Sandsackschlange hin. Männer räumen die Zeugen des Hochwassers weg. Auch der Deich in diesem Bereich ist noch verbaut, Sandsackreihen ziehen sich an seinen Seiten hoch, liegen auf der Krone. "Den Deich fassen wir nicht an. Das Landesumweltamt muss erst noch entscheiden, wie es in diesem Bereich weitergeht", sagen Wittenberges Ordnungsamtsleiter Gotthard Poorten und Rainer Wöhlert als stellvertretender Leiter des Stadtbe triebshofes. Seit Montag hat die Kommune acht Männer einer Arbeitsfördermaßnahme im Einsatz. Ihr Auftrag sind der Rückbau und das Aufräumen nach dem Hochwasser. Gestern waren die Leute hinter Hinzdorf im Einsatz. "Wir sind froh, dass die Fördermaßnahme bewilligt ist. Denn es ist sehr viel zu tun", sagt Wöhlert. Deshalb sei es auch sehr wünschenswert, so Poorten, wenn die Maßnahme über die vier Wochen, für die sie jetzt ausgelegt ist, verlängert wird.

Ist der Hinzdorfer Straßenbereich geräumt, was dieser Tage sein wird, geht es weiter an den Rehwischdeich. Der instabile Wall riegelt die Stepenitzniederung nach Wittenberge und Weisen hin ab. Riesige Sandsackmengen sind hier zu seiner Stabilisierung verbaut worden. Die Deichkrone soll in den nächsten Tagen geräumt werden. Eine weitere Aufgabe für die Mitarbeiter der Fördermaßnahme. Aber auch hier gilt, wie Poorten sagt, dass in enger Abstimmung mit dem Landesumweltamt agiert wird.

Ein weiterer wichtiger Einsatzort ist der Nedwighafen, so Wöhlert. Der Strom hat jede Menge Treibgut angeschwemmt, in den Begrenzungszäunen auf der Plattform hat sich trockenes Gras verfangen. Der Nedwighafen zählt in der Region zu den beliebtesten Stellplätzen für Caravans. Flusskreuzfahrt schiffe machten hier fest. Der Hafen ist eine touristische Größe für die Stadt und die Region. Noch kann zwar nicht das gesamte Gelände gesäubert werden, denn die Elbe steht noch im Grund. Aber auf jeden Fall kann schon mit dem Aufräumen begonnen werden, sagt Wöhlert. Auch das eine Aufgabe für die Mitarbeiter auf Zeit.

Für den Nedwighafen naht aber noch von anderer Seite und auch völlig unerwartet für die Stadt Hilfe. Die Firma Toll-Collect - bekannt als Betreiber des Mautsystem auf deutschen Autobahnen - will am Freitag mit 16 Mitarbeitern anrücken um zu helfen.

"Dass wir uns über ein so tatkräftiges Angebot freuen, ist wohl selbstverständlich", sagt der Ordnungsamtsleiter. Morgen gegen 9.30 Uhr wollen die Berliner in Arbeitssachen beim Wittenberger Betriebshof eintreffen. Für Toll-Collect ist es, wie der Berliner Firmensprecher gestern sagte, eine Hilfsprojekt und eines für die Teamstärkung zugleich.

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