Signalschau rund um Perleberg : Jetzt 30 km/h in Groß Linde

Noch ist es ein Probelauf, die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h in Groß Linde.
Noch ist es ein Probelauf, die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h in Groß Linde.

Signalschau: Rechts vor links demnächst am Arbeitsamt, weiterhin keine 50 km/h und kein Überholverbot in der Ortslage Groß Buchholz

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02. August 2016, 04:45 Uhr

Signalschau stand auf dem Plan – turnusmäßig alle zwei Jahre findet sie statt. Untere Verkehrsbehörde des Landkreises, Polizei und Ordnungsamt der Stadt nahmen Beschilderung und Kritikpunkte hinsichtlich der Verkehrsführung unter die sprichwörtliche Lupe. Das Ziel: Den Schilderwald zu lichten, die Verkehrsführung einfacher zu gestalten. Das Ergebnis: Große Veränderungen gibt es nicht. Und doch wird sich das eine oder andere in den nächsten Tagen und Wochen in Sachen Verkehr im Stadtbild und unter Umständen auch in den Ortsteilen tun.

Stichwort Vorfahrtsregelung: Geändert wird jene im Bereich des Arbeitsamtes und betroffen sind davon die Thomas-Müntzer-Straße, die Heinrich -v. Kleist-Straße und der Berliner Weg. Denn hier gilt künftig rechts vor links. Noch in dieser Woche soll die entsprechende Beschilderung installiert werden, ist von Robert Kazmierczak, Vekehrsexperte bei der Stadt, zu erfahren. Gleiches gilt demnächst auch in der Dobberziner Straße/Ecke Karlstraße. „Wir werden aber schrittweise vorgehen, denn erfahrungsgemäß brauchen gerade Ortskundige immer eine Zeit, um die neuen Regelungen zu verinnerlichen“, weiß der Verkehrsexperte. Zielgerichtet wolle man damit eine einheitliche Regelung für die Autofahrer in 30 km/h-Zonen umsetzen, wie größtenteils im Stadtzentrum schon geschehen. In absehbarer Zeit wird dann auch rechts vor links im Bereich Karlstraße/Ritterstraße (Ausfahrt Physiotherapie) gelten.

Nicht groß aber für die Anlieger in Groß Linde schon gravierend ist die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in der Ortschaft. 50 km/h waren hier bis dato gestattet, doch gehalten haben sich augenscheinlich nur wenige daran. Die Verkehrszählung vor einigen Monaten ergab eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km/h. „Der Knackpunkt ist hier die Bebauung, die teilweise bis an die Straße reicht“, erläutert Robert Kazmierczak. Bis Jahresende erprobe man, ob die Reduzierung der Geschwindigkeit auch den gewünschten Effekt bringe, „was wir natürlich hoffen“, betont der Verkehrsfachmann. Eine erneute Verkehrszählung soll dann Aufschluss darüber geben, ob diese Regelung von Dauer sein wird.

Keine positive Nachricht hingegen für die Groß Buchholzer. Der Landesbetrieb für Straßenwesen spricht hier nicht von einer geschlossenen Ortschaft, da kein einziges Grundstück zur Straße hin erschlossen ist. Somit bestehe auch keine Notwendigkeit für eine Ortstafel, die dann 50 km/h gebiete. Derzeit sind hier 60 km/h erlaubt aber auch daran halten sich nur wenige, wie die Groß Buchholzer seit langem monieren. Einziger Hoffnungsschimmer: Für den Zeitraum da auf der B 5 gebaut und der Verkehrs über Groß Buchholz umgeleitet wird, habe die Stadt in ihrer Stellungnahme auf ein Überholverbot und 50 km/h in der Ortslage gedrungen.

Auch ein Parkverbot für Lkw im Schilder Weg in Dergenthin werde jetzt erst geprüft. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Dirk Rumpel, der auf der Einwohnerversammlung die Problematik ansprach, gab es im Rahmen der Signalschau einen Ortstermin. In den nächsten Tagen und Wochen werde man verstärkt ein Auge auf das dortige Parkverhalten haben, betont Robert Kazmierczak. Im September werde der Landkreis dann eine Entscheidung treffen.

Ein Kritikpunkt von Anliegern war auch die Kreuzung Hopfenstraße/Quitzower Straße. Eine zusätzliche sogenannte Sichtlinie soll nun dafür sorgen, dass die Kraftfahrer diesen Bereich besser ein sehen können. Auch hier hatte man Anlieger zur Signalschau mit eingeladen.

Versetzt wird die Ortstafel in der Wilsnacker Chaussee in Richtung Stadtausgang. Der Grund: Seit Jahr und Tag wird auch hinter dem Ortsschild geparkt, was aber nicht statthaft ist. „Wir legitimieren jetzt diesen Umstand“, so Kazmierczak. Gleichzeitig wird das Parken halbseitig auf dem Gehweg aufgehoben. Künftig muss dann auf der Straße geparkt werden.

Aufgehoben wird auch die Benutzungspflicht des Gehweges für Radfahrer in der Lindenstraße und durch das Schild Fußgänger/Radfahrer frei ersetzt. Im Klartext: Der Radler darf hier weiterhin fahren, muss aber dem Fußgänger Vorrang gewähren und seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Wer schneller als Schritttempo unterwegs ist, muss als Radler auf die Straße. Gleiches gilt demnächst auch für die Pritzwalker Straße. 

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