Reetzer-Fasching : Jecken feiern: „In Reetz, da geht’s“

Die „Reetzer Konfettis“ dürfen ihre Show-Einlage nochmal beim Präsidententreff aufführen.
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Die „Reetzer Konfettis“ dürfen ihre Show-Einlage nochmal beim Präsidententreff aufführen.

Ausgelassene Stimmung beim Senioren-Fasching. Showeinlagen werden mit Schlachtruf gefeiert

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22. Januar 2018, 11:50 Uhr

Samstag, kurz vor halb sechs. Buntes Treiben im Gasthaus Muhs in Reetz, schon weit vor Beginn des Programms ist der Saal gefüllt. Senioren-Fasching steht auf dem Programm. Rund 90 Gäste sind gekommen.

Während der ein oder andere Narr vom Reetzer Faschings Club noch schnell das Kostüm im Umkleideraum anziehen muss, sitzen Lea und Lotta, beide zwölf Jahre alt, auf einer Bank und sind tiefenentspannt. Sie tanzen bei den „Reetzer Konfettis“ und freuen sich, dass es gleich losgeht. Schick, im feinen roten Kostüm, sind die Mädchen schon zum wiederholten mal dabei. „Zum vierten oder fünften Mal, das wissen wir gar nicht so genau. Es macht uns einfach Spaß, hier zu tanzen.“

Kurze Zeit später ist es endlich so weit. Mit dem Radetzky-Marsch zieht der RFC ein. Die Besucher klatschen lauten Beifall. Mit dem Seniorenabend startet die Reetzer Session. Die Jecken sind die einzigen in der Prignitz, die nicht Karneval feiern. „Dafür fehlen uns Prinzenpaar, Elferrat und Motto“, erklärt Präsident Ricardo Perlich. Das ist auch ein Grund, warum der RFC nach Aschermittwoch noch eine Veranstaltung machen darf, ergänzt Perlich.

Neben ihm führt am Samstagabend Katja Jenns durch das Programm. Zu Beginn darf sie die Tanzgruppe „Reetzer Minis“ begrüßen. Sieben Mädchen und ein Junge im Alter von sechs bis neun Jahren tanzen, zeigen Akrobatik und bekommen dafür großen Applaus. Generell steht beim Reetzer Fasching besonders das Tanzen im Mittelpunkt. Insgesamt sieben Gruppen führen an diesem Abend ihre Choreografie auf. Lediglich die „Reetzer Spatzen“ singen. Endlich können auch Lea und Lotta mit ihrer Gruppe auftreten. Die „Konfettis“ tanzen und zeigen Radschläge. Das Publikum applaudiert und fordern eine Zugabe. Die zwölf Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren dürfen gleich nochmal ran. Wie im übrigen alle Gruppen, die an diesem Abend auf der Bühne stehen, alle werden zudem mit dem traditionellen Schlachtruf gefeiert: „In Reetz, da geht’s!“.

Zu einem richtigen Faschingsabend gehört auch traditionell eine Büttenrede. Diese hält in diesem Jahr Richard P., der Poet von Welt, eine ausgedachte Kunstfigur von Präsident Ricardo Perlich. Mit einem Reim nach dem nächsten weiß Richard P. das Publikum zum Lachen zu bringen. Besonders seine häufig schlüpfrigen Witze kommen bei den Senioren gut an. Geschmacksprobe gefällig? „Es vernascht im Schein der Abendsonne, der Pastor seine Lieblingsnonne.“ „Das Reimen fällt mir leicht, und die Erfahrung aus vielen Jahren hilft mir beim Schreiben meiner Texte“, erzählt Ricardo Perlich. Aufgeregt sei er nicht mehr.

Insgesamt besteht der RFC aus rund 70 Mitgliedern, die aus Reetz und den umliegenden Dörfern kommen. In diesem Jahr sind die weiteren Termine am 27. Januar, 10. Februar, 16. Februar und 24. Februar. „Die beiden letzten Veranstaltungen sind immer nochmal ein besonderes Highlight. Da ist der ganze Saal ausverkauft“, so Perlich.

Die „Reetzer Konfettis“ zeigen ihr Können auch noch beim Präsidententreffen am 17. Februar in Karstädt.

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