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Blüthener Verein sagt danke : Jagd hoch zu Ross aber ohne Fuchs

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Reit- und Fahrverein Blüthen lud zum Abschluss der grünen Saison zur 38. Reitjagd.

von
erstellt am 30.Okt.2017 | 12:00 Uhr

An die 20 Reiter sowie zwölf Kutschen und Kremser machten sich auf den Weg, nachdem die Blüthener Jagdhornbläser die 38. Reitjagd standesgemäß angeblasen hatten. „Für uns ist es der Abschluss der grünen Saison, anschließend geht es in die Halle“, so Heinrich Blume, seines Zeichens Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Blüthen. 45 Mitglieder zählt jener. Mit zehn Jahren ist Lilly die Jüngste im Sattel und Erhard Eggebrecht inzwischen der Senior im Verein. Er hat ihn einst mit aus der Taufe gehoben. In diesem Jahr wurde übrigens Jubiläum gefeiert – „uns gibt es jetzt 65 Jahre“, fügt Heinrich Blume an. Das traditionelle Reit-, Fahr- und Springturnier zu Pfingsten stand so unter einem besonderen Stern.

„Mit der Reitjagd wollen wir insbesondere unseren Sponsoren Danke sagen“, betont der Vereinsvorsitzende. Sie habe man eingeladen und begleitet von Reitern des Vereins bzw. aus Bresch und Quitzow werden sie per Kutsche oder Kremser Richtung Klockow chauffiert. „Von der Reitjagd, wie sie früher auch in Deutschland und noch heute in England stattfindet, ist bei uns nur der Name übrig geblieben“, erläutert der Vereinschef schmunzelnd. Denn einem Fuchs stelle keiner mehr nach.

Dennoch haben alle ihren Spaß. So hatten sich auch dieses Mal wieder an die 100 „Passagiere“ für eine Fahrt auf dem Kremser oder in der Kutsche angemeldet. Bevor allerdings aufgestiegen wurde, gab es ein zünftiges Frühstück, zubereitet von den Vereinsfrauen.

„Wie jeder Verein sind auch wir auf Unterstützer angewiesen“, betont der Vereinsvorsitzende und verweist in diesem Zusammenhang auf das Pfingstturnier. Zweieinhalbtausend bis 3000 Zuschauer zieht es dann nach Blüthen. „Darauf sind wir mächtig stolz“. Und auch der rund zwei Hektar große Reitplatz samt Vereinsheim wollen in Ordnung gehalten werden, deutet Heinrich Blume an, was alles gestemmt werden muss. „Da braucht man Unterstützer, denn allein ist das nicht zu schaffen.“

Da Nässe und Sturm in diesem Jahr alles andere als für optimale Bedingungen für eine Reitjagd sorgten, habe man eben auch eine entsprechende 15 Kilometer lange Route ausgesucht. „Außerdem sind wir nicht aus Zucker und bevor womöglich der nächste Sturm wütet, sind wir längst wieder zuhause, wird der Master, der die Reiter anführt, bereits jene ,gemaßregelt’ haben, die es besonders eilig hatten“, fügt der Vereinsvorsitzende an. Die dürfen dann, je nachdem was ihnen der Verstoß wert ist, den Hut mit Barem füllen. „Es ist eher eine Geste, aber sie gehört dazu.“

Dann wurde auch schon aufgesessen. Immerhin sollte in zweieinhalb Stunden im Klockower Gutspark das Signal zum Schüsseltreiben erschallen. „Leckere Erbsensuppe wird es geben“, verrät Heinrich Blume.

Es folgt noch die Vereinsweihnachtsfeier und dann ist das Jahr schon um. 2018 steht der nächste Höhepunkt an: 65. Reit- und Fahrturnier. Und das will man natürlich gebührend begehen. Wie? Darüber schweigt des Dichters Höflichkeit. „Wir sind erst am planen.“  

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