Israelis wollen Glöwen schöner machen

<strong>Diesen Wohnblock in Glöwen will</strong> die Elad Europe 2011 B. V. komplett modernisieren. Acht bis zehn Eigentumswohnungen sollen entstehen. <foto>Thomas Bein</foto>
Diesen Wohnblock in Glöwen will die Elad Europe 2011 B. V. komplett modernisieren. Acht bis zehn Eigentumswohnungen sollen entstehen. Thomas Bein

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01. März 2013, 10:15 Uhr

Glöwen | Aus dem betagten, leer stehenden Backsteingebäude in der Glöwener Waldsiedlung soll ein modernes Reihenhaus entstehen. Realisieren will dieses Projekt der derzeitige Verwalter und Eigentümer des Gebäudes, die Elad Europe 2011 B.V. Die niederländische Immobilien- und Management-Firma mit deutscher Niederlassung in Berlin gehört zur Tshuva Gruppe, einem israelischen ImmobilienMulti. Geplant sei, den Wohnblock komplett zu entkernen und zu modernisieren. Acht bis zehn großzügig geschnittene Eigentumswohnungen auf insgesamt 900 Quadratmetern sollen entstehen. Zusätzlich soll die Zufahrt verbreitert, Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Derzeit sei man noch in der Planungsphase, wie Michael Rodler, Mitarbeiter bei Elad Europe, bei einer Infoveransaltung am Donnerstag im Bad Wilsnacker Hotel ambiente erläuterte. In dieser Zeit hätten Käufer noch die Möglichkeit, die Wohnräume nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten. Die Kaufsumme pro Wohneinheit hänge von Wohnfläche und Ausstattung ab. Die ersten Interessenten gebe es bereits, so Rodler. "Wir hoffen, dass wir durch die geringe Kaufsumme genügend Käufer finden, um mindestens dreiviertel des Gebäudes belegen zu können. Erst dann kann mit dem Bau begonnen werden", fügte er hinzu.

Der Wohnblock aus dem Jahr 1947 diente in der DDR als Armeeobjekt. Nach der Wende wurden die Wohnungen vermietet, mit ständig wechselndem Eigentümer. Seit über einem Jahr steht das Gebäude nun leer. In den Besitz von Elad Europe gelang das Gebäude, als das Unternehmen von dem Insolvenzverwalter des letzten Eigentümers ein Portfolio mit 2200 Wohneinheiten in ganz Deutschland erwarb. Zu diesem Paket gehörten unter anderem auch Objekte in der Glöwener Waldsiedlung sowie in der Stölkenstraße. Angedacht sei, in Zukunft weiter in Glöwen zu investieren. Ein Sevicebüro der Elad Europe ist vor Ort bereits eingerichtet. Wird das aktuelle Bauprojekt realisiert, soll zunächst ein weiterer, ähnlicher Wohnblock auf der gegenüberliegenden Seite modernisiert werden, informiert Eran Evran, Geschäftsführer der Elad-Niederlassung in Berlin, auf Nachfrage der Redaktion. Das Gebäude sei aber derzeit noch zu 70 Prozent vermietet.

Erich Hoffmann, Bauamtsleiter der Gemeinde Plattenburg, hofft auf einen Erfolg der Investoren: "Diese Ecke von Glöwen ist im Moment wenig attraktiv. Wenn die Sanierung wie geplant fertiggestellt wird, wäre es ein Gewinn für den Ort."

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