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Prignitzer Wirtschaftsförderung : Investoren roten Teppich ausrollen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Christian Fenske spricht über die ersten Erfolge der gemeinsamen Wirtschaftsförderung der Städte Perleberg und Wittenberge

von
erstellt am 22.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Seit dem 1. Januar bündeln die Städte Wittenberge und Perleberg ihre Wirtschaftsförderung gemeinsam in der Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz GmbH. Über die Arbeit im ersten Quartal und den anstehenden Aufgaben sprach Redakteur Hanno Taufenbach mit dem Geschäftsführer Christian Fenske.

Herr Fenske, es war nicht einfach, diesen Interviewtermin zu finden. Offenbar sind Sie viel beschäftigt.

Christian Fenske: Das ist zweifellos richtig. Gerade in den ersten Monaten gab es besonders viele Aufgaben. Aber selbst wenn wir nur Unternehmensbesuche berücksichtigen, ist das schon eine Menge.

Allein in Wittenberge gibt es 1200 angemeldete Gewerbe und die Perleberger kommen noch dazu. Die will ich vor allem kennen lernen, denn in Wittenberge kenne ich mich aktuell besser aus, da ich ja bis Dezember städtischer Wirtschaftsförderer war.

Bei Wirtschaftsförderung denkt man immer gleich an Neuansiedlung. Ist da etwas zu erwarten?

In Wittenberge begleiten wir aktuell drei Ansiedlungsvorhaben. In Perleberg eine Neuansiedlung und zwei Erweiterungen.

Das stimmt optimistisch. Wie schaut es mit Existenzgründungen aus?

Mit unserem Lotsendienst begleiten wir Existenzgründer in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin. Pro Kreis sind das im Jahr etwa 50.

Jetzt können wir sie noch besser betreuen, weil wir Perleberg und Wittenberge gemeinsam im Blick haben, wissen welche Idee wo hinpassen könnte.

Das war ja auch Ziel der Zusammenlegung. Wirkt sie sich nach so kurzer Zeit schon spürbar aus?

Ich denke ja. Wir werden die Gewerbegebiete beider Städte aufarbeiten. Aktuelle Luftbilder anfertigen, ein Exposé erstellen, auflisten, wo Erweiterungen möglich sind. Das Ergebnis wird ein neues Verkaufsmarketing ergeben in das wir Hoffnungen setzen. Dazu zählt auch der Umgang mit potentiellen Investoren, denen wir einen hohen Service bieten werden. Wir agieren als Dienstleister. Ein Shuttleservice, abgestimmte Termine mit den Bürgermeistern und Behörden gehören selbstverständlich dazu.

Wo sehen Sie weitere Synergien zwischen Perleberg und Wittenberge?

Bei der Energieversorgung. Wir wollen ausloten, welche Synergien es zwischen den Versorgern Stadtwerke und PVU gibt. Im neuen Regionalplan sind zwischen den Städten Windeignungsflächen ausgewiesen. Auch das ist ein Thema. Oder der Einzelhandel, für den wir ebenfalls konzeptionelle Ideen entwickeln wollen.

Der Weg zur gemeinsamen Wirtschaftsförderung war ein sehr langer, Vorbehalte und Ängste mussten ausgeräumt werden. Wie äußert sich die gleichberechtigte Wahrnehmung beider Städte in der täglichen Arbeit?

Es gibt einen freien Informationsfluss der vorher so nicht da war. Ich nehme an den jeweiligen Bürgermeisterrunden teil, besuche die Wirtschaftsausschüsse der Stadtparlamente und bin bei den Parlamentssitzungen anwesend. Das ist ein gewaltiger Sitzungsmarathon, der uns aber im Ergebnis umfassend informiert. Ein Erfolg der neuen Struktur, der nach außen aber schwer darstellbar ist.

Sie haben im Plural gesprochen. Wie viele Mitarbeiter gehören zu Ihrem Team?

Ich habe im Februar die erste Mitarbeiterin eingestellt, im Mai folgt die zweite. Insgesamt sind wir sieben, drei davon sind für den Lotsendienst zuständig.

War es schwer, Mitarbeiter zu finden?

Das hat gut geklappt und wir gehen einen modernen Weg. Wir haben die Voraussetzungen für mobile Arbeitsplätze und damit für flexible Arbeitszeiten geschaffen. Das war mir wichtig und hat sich ausgezahlt. Zwei der Bewerberinnen haben Kinder. Wir wollen Familienfreundlichkeit nicht nur predigen, sondern auch praktizieren.

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