Wittenberge : Investor speckt Baupläne etwas ab

Seit zehn Jahren in Besitz des Investors: Das Revier der ehemaligen Wasserschutzpolizei. Direkt an der Promenade und etwas zurückgesetzt will er die neuen Häuser errichten.
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Seit zehn Jahren in Besitz des Investors: Das Revier der ehemaligen Wasserschutzpolizei. Direkt an der Promenade und etwas zurückgesetzt will er die neuen Häuser errichten.

In der Elbstraße sollen zwei Neubauten entstehen. Nach Protesten aus der Nachbarschaft sind Veränderungen besprochen

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17. Mai 2018, 12:00 Uhr

Die kritischen Hinweise und Anmerkungen vor allem aus der Nachbarschaft haben dazu geführt, dass der Investor seine Baupläne für die Elbstraße noch einmal überarbeiten will. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde unter Federführung von Bauamtsleiter Martin Hahn. Er sagte dem „Prignitzer“ auf Nachfrage: „Beide Seiten haben sich auf einen Kompromiss verständigt.“

Eckhardt Stübner möchte auf dem Gelände der alten Wasserschutzpolizei an der Elbstraße und auf dem Parkplatz dahinter zwei Wohngebäude errichten. Er hat das Areal vor zirka zehn Jahren erworben. Damit die Bebauung des Parkplatzes möglich wird, müssen die Abgeordneten den B-Plan für das Gebiet ändern. Baurechtlich, so Verwaltung und Abgeordnete im Fachausschuss, gibt es keine Bedenken.

Allerdings stoßen die Pläne, wie Stübner sein Areal bebauen will, bei umliegenden Immobilienbesitzern auf Ablehnung bzw. Unverständnis. Sie argumentieren beispielsweise: Häuser dieser Dimension würden städtebaulich nicht in die Altstadt passen, angrenzende Grundstücke und Gärten würden verschattet, sie befürchten Wertverluste für ihr Eigentum. Zufahrtstraßen wie die Quitzower seien nicht für derartige Fahrzeugbewegungen ausgelegt.

Bei dem vom Bauamt moderierten Treffen habe der Bauherr zugesagt, das Bauvolumen insgesamt zu reduzieren, informiert Martin Hahn zum Ergebnis. Das bestätigte Eckhardt Stübner gestern auch dem „Prignitzer“. Es bleibe aber bei dem Plan, zwei Gebäude, also eine Art Wohnpark, zu errichten. Das eine Haus wird direkt an der Promenade stehen, das zweite etwas zurückgesetzt auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes. Die bisherigen Planungen des Investors sehen 15 Wohnungen sowie im hinteren Gebäude ein Garagengeschoss vor. „Das Gebäude wird wahrscheinlich in der Breite verringert“, kündigte Stübner gestern an. Entsprechend verringere sich auch die Anzahl der Wohnungen um wahrscheinlich drei. Wie der Investor betont, „wollen wir Kompromiss erreichen“. „Am Ende sollen alle sagen, ja, damit können wir leben.“

Um einen Kompromiss in Sachen Neubau geht es auch der Nachbarschaft, damit die Beeinträchtigungen für einzelne Grundstückbesitzer nicht zu groß werden.

Markus Zillmann gehört zu ihnen: „Wir haben über die Reduzierung des Bauvolumens gesprochen. Es muss sich nun zeigen, wie Herr Stübner das umsetzt.“ Wichtig sei, dass man nicht nur – wie bisher geschehen – die Vorderansichten der Neubauten darstellt, „sondern auch die Ansicht von der Quitzowstraße und von der Straße Hinter den Planken aus“. Investor und Nachbarn hätten bei der Zusammenkunft im Bauamt auf jeden Fall vereinbart, sich noch einmal auf kurzem Weg zu verständigen. Das sei bisher aber noch nicht geschehen.

Das Bauamt geht laut Martin Hahn davon aus, „dass wir voraussichtlich im September die Beschlussvorlage zum B-Plan dem Fachausschuss vorlegen können“. Das bedeute einen Zeitverlust gemessen an den bisherigen Vorstellungen. Ursprünglich sollte der B-Planentwurf vor der Sommerpause zur Abwägung in den Ausschuss kommen. „Aber wir müssen davon ausgehen, dass sich aus den Änderungen des Bauherren Anpassungen ergeben, wo welche Flächen überbaut werden“, erklärt der Bauamtsleiter.

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