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Der Prignitzer

21. November 2017 | 18:29 Uhr

Insekten erobern den Speiseplan

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

31 Vorträge beim 2. Tag der Wissenschaften am Gottfried-Arnold-Gymnasium / Professor Matthias Steinmetz sorgt für Uni-Atmosphäre

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 17:30 Uhr

„Vom GAG in die weite Welt“, so heißt einer von 31 Vorträgen zum Tag der Wissenschaften am Gottfried-Arnold-Gymnasium. Das besondere daran ist, dass ihn mit Katrin Kühn und Sabrina Jaap zwei Absolventinnen der Schule halten.

Nach Studium und Auslandspraktika in asiatischen Ländern haben sie das Projekt TeneTRIO gestartet, und ein Hundefutter entwickelt, dass aus Mehlwurm und Grillenlarven entstanden ist. In diesem Jahr kam es auf den Markt. „Für uns sind essbare Insekten die Nahrung der Zukunft“, so Sabrina Jaap. Noch verhindert die EU, dass solche Lebensmittel für den Menschen angeboten werden, aber im Rahmen von Veranstaltungen gibt es sie schon. „Wir gehen davon aus, dass 2050 an die zehn Milliarden Menschen die Erde bevölkern“, erzählt Sabrina Jaap. „Für die menschliche Versorgung werden dann Schweine, Kühe und Geflügel zur Proteinaufnahme nicht ausreichen. Alternativen sind notwendig. Für uns sind das die Insekten.“

Für die Verkostungshappen, die sie den Vortragsteilnehmern anbieten, haben sie Grillen- und Mehlwurmmehl verarbeitet. Ein wenig skeptisch blicken die Teilnehmer auf die Happen. „Aber sie schmecken lecker“, bestätigt Lehrerin Jacquelin Kliefoth.

Alle Schüler der Klassen 7 bis 11 nehmen am Tag der Wissenschaften Teil und können sich jeweils vier Vorträge auswählen, die sie besuchen. Dabei reicht die Palette vom Schüleraustausch mit Iowa (USA) über Themen der Physik und Chemie bis hin zu Deutsch und Musik. Auch über das Thema „Medien im Wandel der Zeiten“ wird gesprochen.

Die Vorträge halten Lehrer, Schüler, ehemalige Schüler und in diesem Jahr auch der Astrophysiker von der Universität Potsdam, Professor Matthias Steinmetz. Er sorgt in der Aula für Universitätsatmosphäre. Sein Vortrag befasst sich mit dem „Fernrohr als Kosmische Zeitmaschine“. Mit 50 Schülern begibt er sich auf diese Zeitreise, beginnend beim Fernrohr des Galileo Galilei und endend beim Hubble Teleskop. Amelie Steinkopf und Hannah Jorzik aus der 10. Klasse hat es gefallen. „Es war alles sehr verständlich und anschaulich dargestellt“, sagt Amelie. Und Hannah ergänzt: „Obwohl wir erst in der 10. Klasse sind, haben wir alles verstanden.“

Der Tag der Wissenschaften ist aus dem Tag der Naturwissenschaften hervorgegangen, den Lehrerin Sabine Stephan vor zwölf Jahren mit ihrem Mathe-Leistungskurs erstmals initiierte. Zu den Schülerinnen damals gehörten auch Sabrina Jaap und Katrin Kühn.

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