Prignitzer Technologietag : Innovativer Freund der Fachkraft

Anne, aus dem 11. Jahrgang des Gottfried-Arnold-Gymnasiums fräst aus der Kunststoffplatte einen pinken Giraffenkörper.
Anne, aus dem 11. Jahrgang des Gottfried-Arnold-Gymnasiums fräst aus der Kunststoffplatte einen pinken Giraffenkörper.

Künstliche Intelligenz soll keine Spezialisten ersetzen, sie soll sie unterstützen.

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06. Juni 2019, 05:00 Uhr

Ein Kühlschrank, der Milch nachbestellt, wenn sie alle ist, ist in privaten Haushalten noch eine Seltenheit, aber Künstliche Intelligenz (KI) nimmt dennoch im Alltag zu. Ob Sprachassistenten, Fitnesstracker, oder Smartphones. All diese Beispiele stecken voll Künstlicher Intelligenz. Wie sie funktioniert, wie in Zukunft die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gestaltet werden kann und welche Auswirkungen diese auf das Zusammenleben in der Gesellschaft hat, das alles waren Fragen beim 7. Prignitzer Technologietag.

Auch in der regionalen Wirtschaft kann die KI überraschend einfach Einzug finden. Dies macht das mittelständische Stahlbauunternehmen Schorisch und Magis aus Karstädt deutlich. Seit rund zwei Monaten gibt es dort das Projekt „Schorisch 1920 I.O.“ „Ziel soll es sein, die Künstliche Intelligenz langfristig in der Verarbeitung, ganz speziell im Bereich unsere Schweißmaschinen, zu etablieren“, erklären Detlef Möhr, Geschäftsführer, und sein Kollege Emil Schlumberger, Geschäftsführer Schorisch Elektronik aus Wentdorf und verantwortlich für dieses Projekt. Doch damit das geschehen kann, müssten zunächst ein Mal jede Menge Daten erfasst werden. „Denn nur dann ist es uns möglich festzustellen, in welchen Bereichen die KI unsere rund 50 bis 60 Schweißer unterstützen kann“, so Schlumberger. Und er betont, dass es nicht darauf hinauslaufe Personal durch die KI zu ersetzen. So soll ein weiteres Ziel sein, die Schweißmaschinen in Zukunft untereinander so zu vernetzt, dass, wenn eine einen Fehler macht, die anderen selbstständig diesen nicht wiederholen.

Neben zwei Workshops für Unternehmer gab es auch vier für Schüler. So die Offene Werkstatt der Technischen Hochschule Brandenburg. Hier wurde eifrig gesägt, gefräst, gebohrt und gebogen. Aus Kunststoffplatten konnten Gegenstände wie Flugzeuge, Smartphone-Halter hergestellt werden. Anne aus dem 11. Jahrgang des Gottfried-Arnold-Gymnasiums Perleberg hat sich für eine kleine Giraffe entschieden. „Dieser Workshop erklärt die Grundlagen des klassischen Fertigungsverfahren. Die werden benötigt, um zum Beispiel zu wissen, wie sich ein Roboter bewegen kann“, erklärt Christopher Stengel, Studentische Hilfskraft an der TH Brandenburg für die Offene Werkstatt.

Siri und Alexa sind bekannte Sprachassistenten, das ist Emily und Laureen aus dem 11. Jahrgang des Perleberger Gymnasiums bewusst. Dass dies allerdings Chatbots sind, das lernten sie beim Workshop „Meine Chatbotfreundin“ des Turing Bus, einem mobilen Bildungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Workshop wird geleitet von Dr. Andrea Knaut. Diese erklärt: „Es geht uns darum die Technik hinter diesen Assistenten zu verstehen und zu schauen wo diese an ihre Grenzen stoßen“.

Emily und Laureen haben es herausgefunden. „Auf Smalltalkfragen wie ,Wie alt bist du?’ oder ,Hast du Kinder?’ finden diese Assistenten keine passende Antwort.“

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