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Bevorzugte Lage in Wittenberge : Individuell Wohnen direkt am Wasser

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Bebauungsplan für das Ölmühlgelände zwischen Brauhauskomplex und Bahndamm entsteht. Eigenheime entstehen in Ufernähe.

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Während sich internationale Planungsbüros den Kopf darüber zerbrochen haben, wie den Hafenspeichern und dem angrenzenden Wohnviertel an der Bad Wilsnacker Straße neue städtebauliche Qualität zu verleihen ist, hat die Genesis GmbH für ihr Gelände zwischen Brauhauskomplex und Bahndamm schon konkrete Vorstellung, was sich dort entwickeln soll. Die Freifläche misst insgesamt rund 40 000 Quadratmeter. Davon sollen 18 000 Quadratmeter in zirka 26 Parzellen unterteilt werden, um in Wassernähe Wohnungen zu bauen, informiert für die Genesis GmbH Siegfried Reinhardt. Er verweist aber auch darauf, „dass wir hier von einem Entwurf sprechen“. Dieser Entwurf sehe außerdem Gewerbeflächen im Bereich zur Bad Wilsnacker Straße vor. Zufahrtswege und Grünfläche sind in Planung. Direkt vor dem Bahndamm ist ein Lärmschutzwall vorgesehen. Die Genesis GmbH muss von einem Entwurf sprechen, denn noch besteht für dieses Areal kein genehmigter Bebauungsplan. Diesen haben die Stadtverordneten aber auf den Weg gebracht.

„Der B-Plan befindet sich noch im Verfahren der Aufstellung“, sagte Ende vergangenen Jahres Wittenberges Bauamtsleiter Martin Hahn. Er kündigte an, „dass der Entwurf 2014 in die öffentliche Auslage geht“. Mit der Auslegung haben Betroffene sowie Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen und Kritiken zur Entwurfsplanung zu äußern. Erst nach Abwägung dieser Hinweise können die Abgeordneten den Bebauungsplan beschließen.

Mit der Gestaltung des Geländes Richtung Bahndamm führt die Genesis-Gesellschaft einen Prozess fort, den sie 2007 begann, in dem sie denkmalgeschützte Gebäude einer neuen Nutzung zuführte bzw. sie weiter ausbaute. „Auf Grund der sehr positiven Entwicklung des Geländes beschlossen die Gesellschafter 2010, die Freifläche zwischen Speicher und Bahndamm, zwischen Bad Wilsnacker Straße und Hafen für einen Wohn- und Gewerbepark zu beplanen“, blickt Reinhardt zurück. Am 21. April 2010 fassten die Stadtverordneten den Beschluss zur Aufstellung eines dazu benötigten Bebauungsplanes. Das war der Startschuss für die Entwicklung auf dem besagten Areal.

Es folgten Untersuchungen zu den Altlasten auf rund 40 000 Quadratmetern und des Grundwassers zu Belastungen. Ein Lärmschutzgutachten entstand. „Es konnten keine gesundheitlichen Belastungen für Mensch und Tier festgestellt werden“, informiert die Genesis-Gesellschaft.

Um den später dort Lebenden ein schönes Wohnen zu ermöglichen, wurde dann das Gelände um 80 Zentimeter aufgefüllt. Das war gleichzeitig eine Maßnahme zum Hochwasserschutz, so Reinhardt. Mit dem Erhöhen des Areals erübrigte sich auch die in jenem Bereich geplante Hochwasser-Spundwand. Im Mai 2013 begann das Auffüllen. Bevor das Hochwasser im Juni kam, war es abgeschlossen. Zum Bekämpfen der Elbflut mussten Tausende Sandsäcke gefüllt werden. „Die Genesis gab ihr Einverständnis, den gerade aufgefüllten Boden für Sandsäcke zu verwenden“, so die Gesellschaft. Nach der Flut wurde das Defizit nicht nur ausgeglichen. Das Landesumweltamt habe, so die Genesis, im Sinne des Hochwasserschutzes die Entscheidung getroffen, den Bereich an der Wasserkante noch einmal um weitere 40 bis 50 Zentimeter zu erhöhen. Das ist geschehen.

Auf den Parzellen in Wassernähe sollen, wenn der B-Plan genehmigt ist, Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen.


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