In Österreich den Scheck übergeben

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19. Oktober 2012, 09:52 Uhr

Wittenberge/Purbach | Jetzt ist es offiziell: Die Austrotherm GmbH aus Österreich hat für ihre rund 40 Millionen Euro schwere Investition in Wittenberge Fördermittel bekommen. Den Scheck hat Tillmann Stenger, Mitglied des Vorstandes bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), am Mittwoch direkt in Österreich übergeben. Die exakte Höhe der Fördersumme werde noch nicht öffentlich genannt, es handele sich aber um einen programmüblichen Förderansatz, teilte die ILB mit. Mit dabei war Bürgermeister Dr. Oliver Hermann.

"Wir konnten an einer ausführlichen Werksführung am Stammsitz in Purbach teilnehmen", sagte Hermann gestern nach seiner Rückkehr. Er wisse jetzt nicht nur, wie Dämmstoffe produziert werden, sondern sei auch überzeugt, dass "Wittenberge ein sehr modernes Werk bekommen wird".

Mit Verzögerungen rechnet Hermann nach der Scheckübergabe nicht mehr. "Ich bin von einer schnellen Umsetzung überzeugt, im nächsten Jahr wird die erste Produktionslinie ihren Betrieb aufnehmen, in den Jahren danach sind Ausbaustufen vorgesehen." In dem Werk im Gewerbegebiet an der B 189 sollen 70 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Werksspitze mit den Geschäftsführern Gerald Prinzhorn und Peter Schmid habe nochmals betont, dass die A 14 mit ein ausschlaggebender Grund für den Standort Wittenberge gewesen sei. Die gesamte Logistik von Austrotherm laufe über die Straße. Zum Planungsstand der A 14 habe es aber keine neuen Informationen gegeben.

Erst kürzlich hatte unsere Zeitung berichtet, dass es weder für den Abschnitt Wittenberge-Karstädt noch für die Elbquerung einen konkreten Bautermin gibt, dass der für diesen Herbst angekündigte Baustart Karstädt-Landesgrenze Mecklenburg frühestens in einem Jahr stattfindet und, dass die brandenburgische Landesregierung einräumt, mit der Bundesregierung über eine neue Zeitschiene und auch erneut über Finanzierungsfragen zu verhandeln.

Österreichische Firmen fühlen sich offensichtlich Wohl in Brandenburg. "Mit Austrotherm hat sich das 36. Unternehmen aus unserem Nachbarland für ein Investment in Brandenburg entschieden", sagte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers. Bemerkenswert: "Unser Förderverfahren haben wir bis zur Bewilligung in nur zwölf Wochen abschließen können", sagt Tillmann Stenger. Grund dafür sei eine effiziente Zusammenarbeit der Beteiligten, darunter die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz sowie die Wittenberger Stadtverwaltung.

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