Wissenschaft ganz anschaulich : In Lichtgeschwindigkeit per Fahrrad durch Tübingen

Theo Grams (auf dem Fahrrad) bei seiner virtuellen Radtour in „Lichtgeschwindigkeit“ durch die Tübinger Altstadt. Gemeinsam mit Hermann Arndt (vorn links), Lennard Petzka und Lars Liemer  präsentiert er das Experiment. Auch Sabine Stephan (l.) ist fasziniert von der Simulation.
Theo Grams (auf dem Fahrrad) bei seiner virtuellen Radtour in „Lichtgeschwindigkeit“ durch die Tübinger Altstadt. Gemeinsam mit Hermann Arndt (vorn links), Lennard Petzka und Lars Liemer präsentiert er das Experiment. Auch Sabine Stephan (l.) ist fasziniert von der Simulation.

Zehnter Tag der Naturwissenschaften hielt am Gymnasium gestern einige Besonderheiten bereit

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07. Juli 2014, 22:32 Uhr

Die Allgemeine und die Spezielle Relativitätstheorie Albert Einsteins – langweilig? Zu kompliziert? Keineswegs, wie der zehnte Tag der Naturwissenschaften gestern am Gottfried-Arnold-Gymnasium bewies. Zum kleinen Jubiläum hatten sich die Organisatoren um Mathe- und Physiklehrerin Sabine Stephan besondere Offerten einfallen lassen. „Einstein on Tour“ hieß eines dieser Angebote. Das Einsteinmobil ist deutschlandweit an Bildungseinrichtungen zu Gast und macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse Einsteins mit Exponaten und Experimenten begreifbar. Ein speziell umgebautes Fahrrad ermöglicht beispielsweise eine interaktive Fahrt durch die auf eine Leinwand projizierte Tübinger Innenstadt. Die Simulation setzt die Lichtgeschwindigkeit auf 30 km/h herab und macht so die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie erfahrbar. Nichts scheint mehr wie gewohnt. Je schneller man in die Pedalen tritt, um so stärker verzerrt rasen die Häuserfronten an einem vorbei.

Einen Ausflug in die Welt der Sterne unternahmen die Schüler in der Aula, wo das mobile Planetarium „Plutino“ aufgebaut war – ebenfalls ein Anziehungspunkt, der viele begeisterte. „Insgesamt haben wir 23 verschiedene Angebote. Darauf bin ich besonders stolz“, berichtet Sabine Stephan. Mehr als 300 Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 11 nahmen teil – ein beachtlicher Teil auch als aktiver Gestalter. Denn zahlreiche Vorträge und Vorführungen speisten sich aus Ergebnissen der Facharbeiten in Klasse 9, der Seminararbeiten in der Abiturstufe sowie aus diversen Unterrichtsprojekten.

Die Themen – durchweg spannend: Im Bereich der Biologie hatte Pädagogin Berit Köster u. a. Inhalte, wie „Wildes Berlin“ oder „Ecstasy“ auf dem Programm. Auch Krankheitsbilder, wie Demenz oder Krebs, wurden beleuchtet. Pädagogen nicht-naturwissenschaftlicher Felder beteiligten sich ebenfalls, wie z. B. Geschichtslehrerin Jacqueline Kliefoth, oder auch ehemalige Gymnasiasten, wie Anika Krause, die Chemie studiert. Mit großer Motivation seien die Schüler zu Werke gegangen, so Sabine Stephan. Selbst das Fußball-WM-Spiel Deutschland-Frankreich am frühen Freitagabend tat dem Eifer keinen Abbruch. „Lennard Petza hat da echt super zur Stange gehalten und das Einsteinmobil mit aufgebaut“, lobt die Lehrerin den Elftklässler.

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