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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 00:04 Uhr

In Lenzen fallen Bäume

vom

svz.de von
erstellt am 11.Dez.2012 | 06:30 Uhr

Lenzen | In Lenzen werden in den kommenden Tagen die Kettensägen dröhnen. Routinemäßige Kontrollen durch eine Baumschutzkommission, bestehend aus dem Stadtförster Torsten Jacob und Vertretern von Ordnungsamt und der Unteren Naturschutzbehörde, haben ergeben, dass mehrere Altbäume im Park vor dem Friedhof, im Puschkin-Park an der Breitscheidstraße sowie am Ufer des Rudower Sees krank und umsturzgefährdet sind und gefällt werden müssen. "Die Genehmigungen liegen vor", so Torsten Jacob, der vor allem die Aufrechterhaltung der Verkehrs sicherheit als Argument für die notwendigen Fällungen ins Feld führt.

Speziell im Bereich des Kinderspielplatzes im Park vor dem Friedhof drohen Birken, Eichen und Erlen durch Fäulnis im Wurzelbereich früher oder später umzustürzen. "Einige sind zu stark geschädigt. Das ist schon äußerlich durch Pilzbefall und Spechtlöcher sichtbar. Wenn etwas passiert, vielleicht jemand zu Schaden kommt, ist das Geschrei hinterher groß", verteidigt der Stadtförster die Fällungen, obwohl er zugibt, dass ihn das Markieren der zur Fällung vorgesehenen Altbäume nahe geht.

"Wir haben bis zuletzt versucht, die alten, wertvollen Laubbäume zu erhalten", so Jacobs, der den Lenzener Baumbestand in Hinsicht auf die Verkehrssicherheit zweimal jährlich genauer unter die Lupe nimmt. "Altbäume sind eben nicht so schnell zu ersetzen, auch optisch nicht." Ausgleichsmaßnahmen sind bereits geplant. "Wir werden heimische Laubbäume als Hochstämme nachpflanzen", so der Stadtförster und Leiter des Stadtbetriebs. Dass es sich bei den geplanten Fällungen einiger betagter Erlen und Pappeln am Ufer des Rudower Sees bereits um erste Maßnahmen in Hinsicht auf die Bebauungspläne der Stadt handele, weißt Jacob von sich.

"Die Bäume sind extrem überaltert. Hier hätte schon vor 20 Jahren etwas passieren müssen. Wir fällen nur Bäume, die Stammfuß-Verletzungen aufweisen und auf die Grundstücke und Gärten zu fallen drohen. Die Eigentümer sind informiert und haben ihre Unterstützung zugesagt." Die wird auch nötig sein, denn nach Jacobs Meinung ist die Fällung der geschädigten Bäume "technisch sehr aufwendig." Die in den Rudower See ragenden und stark "fallsüchtigen" Erlen und Pappeln bleibt die Säge jedoch vorerst erspart. "Die Stadt kann nicht alles auf einmal bezahlen", weiß auch Torsten Jacob.

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