In drei Tagen mehr als 1000 Asylsuchende

bbbb
bbbb

Weitere Sonderzüge bringen Flüchtlinge – Zahl in der Hauptstadtregion wächst und wächst / Brandenburg will mehr Lehrer

von
27. September 2015, 22:00 Uhr

Binnen drei Tagen sollten am Wochenende und am heutigen Montag mehr als 1000 Menschen mit Sonderzügen in die Hauptstadtregion kommen. Für Brandenburgs Kontingent geht die Reise weiter nach Eisenhüttenstadt und Doberlug-Kirchhain.

Die Zahl der Flüchtlinge ist am zurückliegenden Wochenende noch einmal stark gewachsen. Am Samstag erreichten rund 430 Asylsuchende den Regionalbahnhof Flughafen Schönefeld, von denen Brandenburg 130 aufnahm. Weitere 71 trafen per Bus in Eisenhüttenstadt ein.

Für gestern Abend war ein weiterer Sonderzug mit 450 Flüchtlingen aus dem oberbayrischen Freilassing angekündigt. Nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums beherbergt das Land von diesen etwa 220.

Rund 130 im Familienverband lebende Menschen sollten in die Landesfeuerwehrschule nach Eisenhüttenstadt gebracht werden; für 90 alleinreisende Männer ist ein Zeltlager in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) das Ziel. Für heute Vormittag ist ein weiterer Sonderzug aus Salzburg in Schönefeld angekündigt, ebenfalls mit etwa 450 geflüchteten Menschen an Bord.

Brandenburgs Linke-Chef und Finanzminister Christian Görke sprach sich dafür aus, nach Deutschland geflüchteten Syrern ohne ein förmliches Asylverfahren den Aufenthalt zu gewähren. Dieser Schritt würde sofort das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die Erstaufnahmeeinrichtungen erheblich entlasten, sagte Görke am Sonnabend der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem machte er sich dafür stark, Flüchtlingen umgehend ein Bleiberecht zu gewähren, bei denen das Asylverfahren länger als ein Jahr bei den deutschen Behörden anhängig ist. In diesem Zusammenhang dementierte die Bundesregierung einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, wonach der Bund einen entsprechenden Vorstoß plane.

Dies sei nicht zutreffend, sagte vorgestern eine Regierungssprecherin. Wegen des enormen Flüchtlingszustroms will Brandenburg 240 neue Lehrerstellen schaffen. Hierauf hätten sich Finanz- und Bildungsministerium verständigt, wie die Sprecherin des Finanzressorts gestern mitteilte. In der kommenden Woche soll die Initiative im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages diskutiert werden. Der Mehrbedarf ergebe sich aus der deutlichen Zunahme von Flüchtlingskindern, die unterrichtet werden müssten. Dies sei bei der Haushaltsaufstellung für die Jahre 2015/16 so nicht abzusehen gewesen.  
 

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen