Energieversorgung : In drei Monaten soll Erdgas in Garlin strömen

Den ersten offiziellen Spatenstich nahmen Garlins Ortsvorsteher Klaus-Dieter Walz (r.) und Jörg Peters von der HanseWerk AG vor.
Den ersten offiziellen Spatenstich nahmen Garlins Ortsvorsteher Klaus-Dieter Walz (r.) und Jörg Peters von der HanseWerk AG vor.

Nach Sargleben baut die HanseWerk AG auch im Nachbardorf die Versorgung aus

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21. August 2015, 22:00 Uhr

„Wir haben gleich gesagt, wir sind dabei. Unsere Ölheizung ist mittlerweile auch schon 20 Jahre alt. Irgendwann müssen wir eine neue Heizung haben. Aber wir werden erst noch unser Öl aufbrauchen, alles andere wäre ja unlogisch“, sagte Birgit Brüning. Die Garlinerin kam am Donnerstag zum offiziellen ersten Spatenstich für die Erdgasleitung in Garlin.

Nachdem im Dezember 2013 bereits Sargleben mit Erdgas versorgt wurde, ist nun Garlin dran. Eigentlich wollte der Netzbetreiber, die HanseWerk AG, mit dem Projekt schon fertig sein. Im Januar bei einer ersten Informationsveranstaltung hatte Kommunalbetreuer Jörg Peters in Aussicht gestellt, dass Ende Juni alles fertig sein könnte. „Wir mussten dann aber zwei Groß-Baustellen vorziehen“, sagte Peters.

Aber nun ist es in Garlin soweit. Und der Netzbetreiber legt Wert darauf, den ländlichen Raum zu fördern und die Energiewende voranzutreiben. Und Garlin profitiert eben von der Leitung in dem kleinen Nachbardorf Sargleben. „Wir werden die Leitung von Sargleben aus in die Kirchstraße und zur Garliner Dorfstraße hin verlegen“, erklärte der Kommunalbetreuer.

Und die Garliner sind eifrig mit von der Partie. Von den insgesamt 55 Haushalten wollen bereits 15 Familien ihre Heizung umstellen. Erfahrungsgemäß, so Koordinator Olaf Boenigk kommen während der Bauphase noch weitere hinzu. Wenn ein Garliner umrüsten will, muss er aber noch nicht gleich auf Gas umstellen. „Auch wenn sie den Anschluss dann schon haben, können sie erst noch ihre Öl- oder Holzvorräte aufbrauchen“, so Peters.

Insgesamt verlegt die HanseWerk AG mehr als 2500 Meter Gasleitung in Garlin und investiert rund 98  000 Euro in das Bauprojekt. Ein Standardhausanschluss kostet brutto 934,15 Euro Grundpreis. Der Hausanschluss, der Hausdruckregler und der Zähler sind im Grundpreis enthalten. Dazu kommen pro laufenden Meter Hausanschlussleitung brutto 22,61 Euro. Mit den Bauarbeiten ist die Firma Bohlen und Doyen vom Stützpunkt Spornitz beauftragt. Wenn alles nach Plan läuft, wird das Bauvorhaben Mitte/Ende November abgeschlossen sein. Und Peters gab den Garlinern noch mit auf den Weg, dass sie sich bei Problemen oder Fragen an das Servicecenter in Lenzen wenden können, oder direkt an die Bauarbeiter. „Wir wollen während der Bauphase, die Anwohner so wenig wie möglich belasten.“

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