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Kriminalitätsstatistik 2016 : In der Prignitz lebt es sich sicher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kriminalität und Fallzahlen liegen deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Mehr Gewalt gibt es jedoch gegenüber Polizisten.

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Im Bereich der Polizeidirektion Nord ist die Kriminalität in der Prignitz am niedrigsten und gegen den Trend gingen die Fälle 2016 um rund 400 weiter zurück auf 4627. In Ostprignitz-Ruppin waren es 7476 und in Oberhavel gar 13 525, ein Anstieg um rund 500 Fälle. Diese Zahlen stellten gestern der Leiter der Polizeidirektion Bernd Halle und der Leiter der Kriminalpolizei der Direktion Olaf Gaebel in Neuruppin vor.

Generell lässt sich sagen: Es lebt sich sicher im Nordwesten Brandenburgs. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, liege deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Bezogen auf 100 000 Einwohner gab es im Direktionsbereich 6670 Opfer. Im Land sind es 7479 und im Bundesdurchschnitt 7797.

Mehr als jeder zweite Verbrecher muss davon ausgehen, erwischt zu werden. In der Prignitz liegt die Aufklärungsquote bei 59,2 Prozent. Fahrradiebe haben die besten Chancen, davon zu kommen. Bei steigenden Fallzahlen wurden lediglich 7,6 Prozent der Taten im Direktionsbereich aufgeklärt, siehe Grafik. Seit 2012 liegt diese Zahl konstant unter der Marke von zehn Prozent. Bester Schutz davor sei die Codierung der Fahrräder. Auf 63 Veranstaltungen hatte die Polizei dieses Angebot unterbreitet, 1183 Bürger haben es genutzt. Über Termine informiert die Polizei regelmäßig in unserer Zeitung.

Der leichte Anstieg der Diebstahlsdelikte sei in erster Linie auf den Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen um 133 auf 766 Fälle sowie der Fahrraddiebstähle um 126 auf 1658 Fälle zurück zu führen. In beiden Bereichen wurden die noch höheren Zahlen von 2014 aber nicht erreicht. Der Diebstahl von Pkw ging um zwei auf 224 Fälle zurück, ebenso wie der Diebstahl in und aus Firmen um 19 Fälle auf 881 sowie der Diebstahl aus Kellern und Garagen um 124 auf 555 Fälle, heißt es in der Statistik.

Angesichts der gestiegenen Asylbewerberzahlen hat die Polizei den Anteil ausländischer Tatverdächtiger analysiert. Jeder dritte von ihnen kommt aus der EU. Mit 20 Prozent die meisten aus Polen, 13 Prozent sind Rumänen. Dazwischen liegen die Syrer mit 19 Prozent. Alle weiteren aufgeführten Länder liegen im niedrigen einstelligen Bereich.

Die Kriminalität mit politischem Hintergrund hat zugenommen. Auch hier schneidet die Prignitz am besten ab. Nur 89 politisch motivierte Delikte wurden erfasst, in Ostprignitz-Ruppin waren es 153 und in Oberhavel 148.

Der Anstieg der Rohheitsdelikte geht nach Angaben der Polizei offenbar maßgeblich auf den Anstieg der Körperverletzungen um 400 auf 2711 Fälle zurück, von denen aber auch 93 Prozent aufgeklärt werden konnten. Dieser Anstieg korrespondiere scheinbar auch mit dem erneuten Anstieg der Gewaltdelikte auf 48 Fälle (+2) im Bereich der Politisch Motivierten Kriminalität und scheint leider ein gesamtgesellschaftlicher Trend zu sein. Besorgniserregend sei die steigende Gewalt gegenüber Polizeibeamten und Rettungsdiensten: 2016 wurden insgesamt 179 (+34) Fälle erfasst.

 


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