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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 23:16 Uhr

In den Gewerbegebieten wird es eng

vom

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erstellt am 24.Dez.2012 | 09:02 Uhr

Prignitz | In den Prignitzer Gewerbegebieten wird es eng. Allein in den Kommunen des Regionalen Wachstumskerns Perleberg, Wittenberge und Karstädt liegt die durchschnittliche Auslastung der ausgewiesenen Flächen bei mehr als 90 Prozent. Dementsprechend sind vielerorts Erweiterungen geplant.

In Postlin bei Karstädt liegt die Auslastung aktuell bei 92 Prozent. "Das heißt, von knapp 16 Hektar ist nur noch ein Hektar für Neuansiedlungen oder Erweiterungen verfügbar", erklärt Wolfgang Fritze, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für die Wirtschaftsförderung. "Die Ausweisung neuer Flächen ist dringend geboten, damit wir auf Anfragen schnell und flexibel reagieren können.

Gewerbeflächen müssten bereits vorhanden sein, wenn sich Firmen zu Neuansiedlungen entschließen. "Es wartet kein Unternehmen ein oder zwei Jahre, bis Flächen ausgwiesen werden. Lieber siedeln sie sich andernorts an." Aus diesem Grund plane die Gemeinde, westlich der B 5 gegenüber des Dachziegelwerkes weitere Gewerbeflächen auszuweisen. " Rund vier Hektar sollen hier dazu kommen, das ist eine sinnvolle Größe, die die Gemeinde finanziell nicht überfordert aber genug Raum gibt, um auf Anfragen zu reagieren", so Fritze.

In Wittenberge sind die Flächen ähnlich gut ausgelastet. Im Gewerbegebiet Nord sind nur noch Splitterflächen übrig. Erst vor wenigen Tagen hatte die Firma Austrotherm mit dem ersten Spatenstich mit dem Bau eines Dämmstoffwerkes begonnen, das Ende nächstesn Jahres seinen Betrieb aufnehmen soll. Außerdem gebe es weitere Anfragen für das Industriegebiet Süd, hieß es aus dem Rathaus. "Hier sind auch Flächenerweiterungen denkbar, beispielsweise im Bereich hinter der Deponie in Richtung der Gemeinde Breese", so Pressesprecherin Christiane Schomaker.

Auch Perlebergs Gewerbeflächen sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Die Gebiete am Schwarzen Weg und in Düpow sind zu 100 Prozent, Ackerstraße und Quitzow zu 77 beziehungsweise 92 Prozent ausgelastet, informierte der amtierende Bürgermeister Hans Rothbauer. Folgerichtig gehört die Erweiterung der Flächen in Quitzow zu den Schlüsselprojekten des regionalen Wachstumskerns.

Eine Ausnahme in der positiven Bilanz ist der Gewerbepark Prignitz in Falkenhagen. Hier sind aktuell nur rund 40 Prozent der Flächen genutzt. "Das liegt vor allem an der Größe von rund 239 Hektar, in der Aufbruchphase nach der Wende Mitte der 90er Jahre wurde hier sehr großzügig geplant", erklärt Gerth Grabow von der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz. Zwar gebe es auch derzeit Interessenten für Flächen, spruchreif sei aber noch nichts.

"Die letzte große Ansiedlung war Glatfelter, die vor gut zwei Jahren hier 15 Millionen Euro investierte haben." Allerdings sei man nach wie vor bemüht, den Gewerbepark vor allem mit Verweis auf die direkte Autobahn- und Gleisanbindung zu vermarkten. "Zufriedenstellend ist die Situation derzeit nicht, und bis die Flächen einigermaßen ausgelastet sind, werden wohl noch einige Jahre vergehen", so Grabow. Weiterhin sei die Nachbarschaft der Gewerbegebiete in Pritzwalk ein konkurrierender Faktor, den es zu berücksichtigen gelte.

Die Pritzwalker Gewerbegebiete allerdings bieten kaum noch Raum für Neuansiedlungen, sind zwischen 85 und 100 Prozent belegt. Anfragen, die die Ausweisung neuer Flächen in der Dömnitzstadt notwendig machen gebe es derzeit nicht, informierte K. Schrödter, Sachbearbeiterin im Bereich Stadtplanung.

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