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Die Kanzlerin in Wittenberge : Impressionen eines Wahlkampfbesuches

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Aus der Redaktion des Prignitzers

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svz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 12:45 Uhr

Es war Europawahlkampf pur, den Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern in Wittenberge betrieb, aber zugleich war es ein persönliches Bekenntnis zu Wittenberge und zur Prignitz. Sie plauderte über ihre Kindheit in Quitzow, verriet, dass  ihre Eltern sie im Alter von sechs Wochen in der Tragetasche von Hamburg in die Prignitz brachten.

Ihr Besuch im vergangenen Juni während des Hochwassers sei ihr präsent. „Für Wittenberge ist es noch einmal glimpflich ausgegangen“, sagte sie zum Auftakt ihrer rede. Sie ging auf die neue Elbpromenade ein, die zugleich dem Hochwasserschutz dient. Und als Merkel während ihrer Rede über wirtschaftliche Entwicklung, über die Schaffung von Arbeitsplätzen sprach, nannte sie die Ölmühle in Wittenberge als ein gutes Beispiel: „Der Staat kann helfen, aber nicht auf Dauer. Es braucht Menschen, die anpacken, die eine Firma gründen.“

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann (parteilos) verfolgte ihren Auftritt in der ersten Reihe. „Ihr Besuch heute ist etwas Besonderes für die Stadt. Das ist gar keine Frage“, sagte er. Es habe ihn gefreut, dass sie auf die Elbeflut einging, dass sie in ihrer Rede immer wieder auf Wittenberge zurückkam. Die Entwicklung der Stadt sei untrennbar mit Europa verbunden, so Hermann. „Ohne die europäischen Fördermittel  wären viele Investitionen nicht möglich gewesen“, sagte Hermann.

„Sehr zufrieden“ mit der Veranstaltung ist Gordon Hoffmann. Der CDU-Kreisvorsitzende hatte Merkel nach Wittenberge eingeladen. Es war ihr einziger Auftritt zur Europawahl in Brandenburg. „Der Platz war voll. Es ist nicht so leicht, die Bürger für Politik zu begeistern, insbesondere für Europa“, sagte er Wie schon Dr. Hermann habe auch er sich gefreut, dass Merkel mehrfach auf die Stadt einging.

Hoch zufrieden, wie er sagte,  erlebte  Dr. Ulrich Gutke den Auftritt der Kanzlerin.  Der Rambower, der als CDU-Mitglied dem Kreistag vorsteht, ist überzeugt: „Sie hat hier heute mit ihren klugen Argumenten überzeugt.“ Einfach, verständlich und rhetorisch stark habe Frau Merkel klar gemacht, dass es Deutschland auf Dauer nur gut gehe, wenn es Europa gut geht und die Rolle der CDU unterstrichen.

Völlig anderer Meinung war augenscheinlich eine kleine Gruppe junger Leute, die sich am Ausgang zum Marktplatz versammelt hatte, um lautstark das von der Kanzlerin und ihren Wahlkampfbegleitern Gesagte zu kommentieren. Die jungen Leute hatten ein Transparent mit der Forderung „Nein zum Krieg“ dabei. Von den Zwischenrufen fühlte sich so mancher, der der Kanzlerin lauschen wollte, gestört.

Ohne Zwischenrufe, aber mit einem großen Transparent waren Sandra Rieboldt und Andrea Franz dabei. „Wir nutzen jede Gelegenheit, um auf unser Problem aufmerksam zu machen“, sagten die beiden Frauen von der Bürgerinitiative aus Krönkendorf, die gegen eine Hähnchenmastanlage in ihrem Heimatort protestieren.

Begleitet wurde Merkel von CDU-Spitzenkandidat David James McAllister, vom  brandenburgischen Europaabgeordneten Dr. Christian Ehler, von Peter Tauber, CDU-Generalsekretär, und von Professor Michael Schierack,  Landesvorsitzender der CDU Brandenburg.

 

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