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Wirtschaftsminister zu Besuch : Im Reich der Spanplatte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber besucht Kronotex in Heiligengrabe

OSB-Platten, Spanplatten und Laminate – vieles, was seinen Ursprung in Holzspänen hat, wird bei Kronotex in Heiligengrabe produziert. 1993 unter aktiver Mithilfe vom damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe auf der grünen Wiese errichtet, beschäftigt Kronotex in Heiligengrabe heute 812 Mitarbeiter, davon 46 Auszubildende, die gemeinsam einen Umsatz von 385 Millionen Euro erwirtschaften.

Von dieser Leistung zeigte sich gestern Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber bei einem Besuch in Heiligengrabe beeindruckt. Standortleiter Hendrik Hecht stellte dem Wirtschaftsminister das Unternehmen vor.

Betrachtet man den Umsatz, ist Kronotex die Nummer fünf in der Reihe der Brandenburgischen Industrieunternehmen. In den letzten beiden Jahren steckte das Unternehmen jährlich etwa 50 Millionen Euro in den Standort in Heiligengrabe und wird diese Summe auch im kommenden Jahr investieren. Während Spanplatten und OSB-Platten hauptsächlich in Deutschland ihre Abnehmer finden, werden Laminate in 94 Länder der Welt geliefert. „Wir haben uns dazu einen Vertrieb aufgebaut, bei dem Mitarbeiter in den jeweiligen Ländern von China über Chile, die USA und Osteuropa direkt mit unserem Vertrieb hier in Heiligengrabe zusammenarbeiten“, erklärt Hendrik Hecht.

Aber auch bei Kronotex gibt es Probleme. Die Energiewende stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen, ebenso wie der Mangel an Fachkräften. „Ich bin der Meinung, dass die Rente mit 63 keine gute Idee unserer Regierung war“, sagt Hecht. Denn die Personalplanung im Unternehmen wurde damit über Nacht über den Haufen geworfen.

Kronotex begegnet dem auf verschiedene Arten. Zum einen versucht man, gut ausgebildete Mitarbeiter länger im Unternehmen zu halten, außerdem werden Arbeitsaufgaben und Prozesse umstrukturiert. Auf der anderen Seite wurde eine Mitarbeiterin eingestellt, die sich ausschließlich um die Belange der Auszubildenden kümmert und auch auf Jobmessen unterwegs ist. „Die Situation ist im Moment so, dass wir alle Ausbildungsplätze besetzen konnten und auch die meisten jungen Leute nach ihrer Ausbildung im Unternehmen bleiben“, sagt Hecht und ergänzt, dass es vor allem wichtig sei, den jungen Leuten Entwicklungschancen aufzuzeigen und ihnen eine Karriere im Unternehmen zu ermöglichen.

Was die Energiewende angehe, arbeite man daran, aus der Abluft Wärme zurückzugewinnen. „Unsere Prozesswärme muss 100 Grad betragen, wenn wir aber die angewärmte Abluft nutzen können, sparen wir viel Energie, weil wir sie nicht mehr so stark erhitzen müssen“, sagt Hecht. Mit einem Kraftwerk auf dem eigenen Betriebsgelände erzeugt Kronotex bereits selbst Strom und Wärme. Diese reiche aber nicht aus, um alle Produktionsprozesse zu versorgen.

 

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