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Arbeiterwohlfahrt Perleberg : Im neuem Sprinter auf Fahrt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Heilpädagogische Wohnstätte der Awo erhielt Zuschlag der Aktion Mensch, die zu 80 Prozent die Neuanschaffung fördert

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 09:21 Uhr

Es ist ihr ganzer Stolz – der neue Sprinter, gesteht Kerstin Gartenschläger, stellvertretende Leiterin der Heilpädagogischen Wohnstätte der Awo am Beyerteich. Das Fahrzeug an sich sei schon toll, doch erst die Ausstattung. Wo sie bislang die Rollstuhlfahrer, und davon gebe es etliche in der Einrichtung, per Muskelkraft erst aus dem Rollstuhl und dann ins Fahrzeug hieven mussten, reicht jetzt ein Knopfdruck. Eine Rampe fährt aus und befördert den Rolli samt Insasse ins Auto und natürlich auch wieder hinaus. Bis zu drei Rollstühle kann der neue Kleinbus aufnehmen, der insgesamt Platz für acht „Mitreisende“ bietet. Denn mit ihm geht es auf Fahrt nach Giesensdorf zur Musiktherapie beim CJD, zum Einkaufen und zum Arzt, aber eben auch in den Urlaub an die Ostsee.

Und auch die Bewohner, die bisher über einen Plastehocker und mit viel Hilfe ins Auto gelangten, erreichen jetzt über eine sogenannte Einstiegshilfe nahezu problemlos ihren Platz im Fahrzeug. Möglich wurde dies durch die Aktion Mensch. „Wir haben uns um Unterstützung beworben und den Zuschlag erhalten“, freut sich Beate Mundt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Awo.

Und nicht nur ihr steht die Freude ins Gesicht geschrieben, gleichso den Bewohnern und den Beschäftigten, denn für alle ist das Leben nun ein gewaltiges Stück leichter geworden. Allein hätten die Awo bei allem guten Willen das Vorhaben kaum stemmen können. Denn 76 000 Euro kostet so ein speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen umgerüstetes und ausgestattetes Fahrzeug. 20 Prozent der Kosten bringt die Awo als Eigenanteil auf, das Gros trägt die Aktion Mensch, so Awo-Geschäftsführerin Heike Schulz, die damit ein großes Dankeschön verbindet. Denn für die Heilpädagogische Wohnstätte ist dieser Sprinter ein wahres Geschenk, stammte der alte doch schon aus dem Jahre 2000 und hatte längst ausgedient. Gar nicht zu reden von der Ausstattung, die der neue nun hat.

32 Menschen mit geistigen, seelischen und schwerst mehrfach Beeinträchtigungen haben in der Heilpädagogischen Wohnstätte am Beyerteich ein Zuhause und ins Leben gefunden. Denn Ziel ist es hier, sie soweit es möglich ist, in den Alltag einzubinden. Mobilität ist dabei eine wichtige Voraussetzung. „Und rundherum mobil sind wir jetzt“, fügt Kerstin Gartenschläger lachend an.

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