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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 21:39 Uhr

Förderschule Perleberg : Ideen zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schüler, Handwerker und Künstler arbeiten in der Schule an der Stepenitz in einem besonderen Projekt zusammen

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Ein Spielplatz von Kindern für Kinder, ein selbst gestalteter Entspannungsraum und eine tolle Idee für die Aufwertung der Bushaltestelle in der Wittenberger Straße, das sind kurz zusammengefasst die Ergebnisse des Projektes „Damit wir bleiben können – Perleberg auf dem Weg zur schönsten Stadt der Welt“ der Schule an der Stepenitz. Die Resultate der zweiten Projektphase wurden jetzt in der Aula der Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt „Lernen“ präsentiert. Die Bildungseinrichtung arbeitet dabei mit Künstlern und Handwerkern aus der Region zusammen. Heraus kommen ganz praktische Ergebnisse, die teils bereits in die Tat umgesetzt wurden – wie die neuen Sitzmöglichkeiten auf dem Schulhof – bzw. die in absehbarer Zeit mit Leben erfüllt werden sollen.

Wie Rektorin Monika Wlodarz verdeutlicht, kann die Schule dabei aus Mitteln der Bundesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. schöpfen. „Über diese Möglichkeit der finanziellen Förderung sind wir sehr glücklich“, so Wlodarz. Die Handwerker und Künstler sind seit Monaten in die Arbeit mit den Mädchen und Jungen, vielfach auch in den Unterricht, eingebunden. Ideen werden, wie schon erwähnt, nicht für die Schublade, erdacht, sondern sollen ganz praktisch umgesetzt werden. So sei die Modernisierung des Spielplatzes seitens des Schulträgers – des Landkreises – bereits seit Längerem vorgesehen. Die Geräte sind zum Teil schon 20 Jahre alt. „Die besten Experten dafür sind nun einmal die Kinder selbst“, so Monika Wlodarz. Es lag also nahe, sich innerhalb der Schule ganz konkret Gedanken zur neuen Spieloase zu machen und diese auch gleich zu visualisieren. Beim Bau des Modells halfen die Handwerksmeister Randy Schult (Zimmerer; Dallmin) und Peter Ehrhorn (Tischler; Zwischendeich) sowie Künstlerin Ute Reeh (Düsseldorf/Nebelin). Der Entwurf orientiert sich dabei bereits an einer reellen Machbarkeit.

Ähnlich läuft es bei der geplanten Einrichtung eines Entspannungsraumes im Schulhaus. Hier reichte die Ideenfindung noch über Modellbau und Vorschläge für das Interieur hinaus bis zur passenden Musik. Die entwickelten die Schüler gemeinsam mit dem Musiker Gunther Maria Nagel aus Seddin und nahmen sogar eine CD auf. Bei der Video- und Fotodokumentation wirkten Fotografin Simone Ahrend und Kameramann Torsten Poster (Prignitzer Medien) mit.

Quasi nebenbei nahmen die Schüler auch die Bushaltestelle ganz in ihrer Nähe, in der Wittenberger Straße, unter die Lupe und bringen mit Vorschlägen zur Erweiterung der dortigen Sitzmöglichkeiten gleich noch eine Perleberger Idee in den laufenden „Wettbewerb Zukunftsstadt 2030“ ein.

„Kinder beobachten anders und genauer. Das machen wir uns zu Nutze. Zugleich können sie selbst handwerklich tätig werden – in unserer virtuellen Gesellschaft für viele junge Leute eine zunehmend eher fremde Sache“, so Ute Reeh. Beide Seiten profitierten, die Erwachsenen müssten die Schätze letztlich nur noch zusammensetzen.

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