Wittenberge : Ideen für ihren Clara-Zetkin-Park

Helga Hildebrandt und Ruth Schröder plauschen über ihre Ideen zum Park.
Helga Hildebrandt und Ruth Schröder plauschen über ihre Ideen zum Park.

Stadt und Landschaftsarchitektenbüro luden zu Gedankenbörse unter freiem Himmel

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14. Dezember 2017, 12:00 Uhr

„Toiletten fehlen. Wege sollten befestigt werden, damit Rollstuhlfahrer sie auch benutzten können. Und ich wünsche mir, dass wir wieder einen Springbrunnen bekommen.“ Sylvia Gragert hat genaue Vorstellungen, was sich im Clara-Zetkin-Park verändern müsste. Und sie weiß auch genau, was nicht: „Der Park sollte einsehbar bleiben.“

Die Wittenbergerin gehört zu jenen, die trotz Dauerregens einer Einladung der Stadt in den Park folgten. Dort warteten mit Glühwein und Punsch Peggy Heyneck als Umweltfachfrau im Stadtbauamt sowie Marie Lehmann und Angus Forbes auf sie. Forbes und Lehmann arbeiten für das Landschaftsarchitektenbüro Schrickel und Partner aus Berlin. Der Clara-Zetkin-Park soll umgestaltet werden, damit die verschiedenen Nutzer – von Kindern über Freizeitsportler bis hin zu Senioren aus dem nahen Pflegezentrum – noch mehr zu ihrem Recht kommen. Stichwort sei die Aufenthaltsqualität, sagt Peggy Heyneck.

„Momentan sammeln wir Ideen, tragen Meinungen zusammen“, erläutern die Mitarbeiter des Planungsbüros. Und sie haben viel zu notieren. Unter den Sonnenschirmen, die auch gut gegen Regen sind, finden sich zahlreiche Wittenberger ein, „weil ich auch meine Meinung sagen will“, so Ruth Schröder. Im „Prignitzer“ hat sie von dem Termin gelesen und sich auf den Weg gemacht. Ruth Schröder hat von ihrer Wohnung aus einen direkten Blick auf den Park. „Ich genieße ihn, und ich genieße es auch, in den Park zu gehen“, erzählt sie. Ihre Veränderungswünsche: „Der Spielplatz ist toll. Aber vielleicht könnte er noch um Geräte erweitert werden, die auch wir Senioren nutzen können, beispielsweise niedrige Balancierbalken.“ Und auch eine Minigolfanlage kann sie sich vorstellen, „die ist ja was für junge und für ältere Leute.“ Und für die ganz Beweglichen schlägt sie eine Kletterwand vor. Helga Hildebrandt greift den Wunsch von Sylvia Gragert auf. „In den Park gehören Toiletten.“ Wie schon andere vor ihr plädiert sie für mehr Bänke. „Die fehlen eindeutig.“ Und sie macht sich für Menschen stark, die Schwierigkeiten mit den Laufen haben: „Man müsste noch mal über die Zugänge nachdenken.“ Wer mit dem Rollator unterwegs ist, komme schlecht in den Park. Der eine oder andere befestigte Weg wäre für diese Leute besser.

Georg Emmermann gibt bei den Planern zu Protokoll, dass „ich mir keinen ganz aufgeräumten Park wünsche“. Es ist Natur. Auch die kleinen Wegeverbindungen sollten bei Umgestaltungen erhalten bleiben.  

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