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Wassertourismus : Ideen für den Wassertourismus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit 25 Jahren arbeiten Commerzbank-Umweltpraktikanten im Naturschutz / Alexander Poloczek hat den Kanutourismus untersucht

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 22:00 Uhr

Abschlusstermin im Biosphärenreservat Elbtalaue. Drei Monate hat der studierte Geograf Alexander Poloczek in Rühstädt gearbeitet, hat Planungsvorschläge für Rühstädt, Lenzen und Wittenberge gemacht, mit denen ein naturverträglicher und nachhaltiger Kanutourismus gestaltet werden kann. „Meine Arbeit liegt in Handlungsempfehlungen, die perspektivisch mit Behörden, Gemeinden und Eigentümern der Flächen sowie dem Wasser- und Schifffahrtsamt abgesprochen werden können“, sagt der 26-jährige Kölner. Sein Konzept verfolge die Idee, potenziellen Touristen mitteilen zu können, wo sie prinzipiell mit ihren Paddelbooten anladen dürfen. An der Elbe sei das Potenzial vorhanden, werde aber noch nicht so richtig genutzt. Für Rühstädt verfüge die sogenannte „Panzerüberfahrt“, die Alexander Poloczek lieber als „Rühstädter Bucht“ bezeichnet, über gute Voraussetzungen.

Gerade in Naturschutzgebieten, wie denen entlang der Elbe, muss der Tourismus besonderen Anforderungen genügen. Dr. Sven Rannow von der Reservatsverwaltung bemerkt: „In Alexanders Analyse ging es also nicht nur um touristische Aspekte, sondern auch um naturschutzrechtliche Fragen und Marketing. Wo sind nutzbare Optionen und wo liegen die Restriktionen, die man beachten muss?“, das seien die leitenden Fragen gewesen. Herausgekommen ist ein Kompendium der Aufgaben und Voraussetzungen, die für einen Rastplatz für Kanu- oder Biwakfahrer in Rühstädt erfüllt sein müssen. Dazu gehören Fragen nach der wasserseitigen Ausschilderung, Möglichkeiten, sein Kanu vor Ort abzuschließen, nach Versorgungseinrichtungen im Umland des Rastplatzes und auch für eine Toilette müsste gesorgt werden. „Zudem müsste der Platz hinter dem Deich liegen, weil für Überschwemmungsgebiete noch einmal andere Regeln gelten“, gibt Poloczek Auskunft.

Sven Rannow freut sich sehr über die Ergebnisse seines Praktikanten. „Für die Verwaltung des Biosphärenreservats sind die Praktikanten wertvoll, weil sie Themen bearbeiten, die wir sonst in der Tiefe nicht behandeln können“, so Rannow. Auch die Förderer zeigten sich beeindruckt. „Die Commerzbank zeigt mit den Stipendien überregionales Engagement und finanziert bundesweit jährlich 50 davon“, so Anita Haverland von der Wittenberger Commerzbank.

Für Alexander Poloczek geht es nach der arbeitsreichen Zeit jetzt erstmal in den Urlaub, nach Wien. „Danach wartet noch ein Pflichtpraktikum in Spanien, das ich im Rahmen meines Masterstudiums absolvieren muss“, sagt er.

Mathias Paulokat, Abteilungsdirektor bei der Commerzbank, blickt schon auf die nächste Saison und informiert, dass die Ausschreibung für die im kommenden Frühjahr startenden Umweltpraktika bereits laufe. Interessenten können sich unter www.umweltpraktikum.com bewerben.

 

 

 

 

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