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Zurück an Wittenberges Wasserkante : Ideen finden fürs neue Stadtgesicht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kommune nutzt die Gunst der Stunde und lässt internationale Architektenteams noch einmal intensiv übers Speichergebiet nachdenken

svz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Die neue Uferpromenade wird bzw. ist schon schick. Aber sie ist auch ein Problemfall – nämlich dort, wo sie in die Elbstraße mündet. Dieser Zugang zum Uferweg hat nichts von der Großzügig- und Weitläufigkeit der Promenade selbst. Fremde werden sogar etwas Mühe haben, sie von dort zu entdecken.

Was also tun?

Die Kommune nutzte die Gunst der Stunde, als Ende der vergangenen Woche die drei prämierten Architektenteams aus Spanien und Italien in der Stadt waren, um ihre Projekte aus dem internationalen Europan-Wettbewerb für Wittenberge vorzustellen und eine Ausstellung dazu zu eröffnen (der „Prignitzer“ berichte). Für den Europan-Workshop, der mit der Schau verknüpft war, bat die Stadt die innovativen jungen Leute um Ideen auch für den besagten Eingang zur Uferpromenade. Die Architekten, alle unter 40, haben sich im Wettbewerb mit den Speichern und dem angrenzenden Stadtquartier zwischen Wasserkante und Bad Wilsnacker Straße befasst. Die Uferpromenade gehört in dieses Gebiet. Drei Stunden lang diskutieren, ent- und verwarfen die 15 Planer bzw. Architekten, jedes Team für sich. Dann präsentierten sie ihre Workshop-Ideen: für einen attraktiven und akzentuierten Eingang zur Uferpromenade, für eine mögliche Bebauung bei den Speichern. Sie sagten, was geht oder auch nicht.

Unterschiedlich die Vorstellungen im einzelnen, einig sind sich die Teams darin, und das sagten ihrer Vertreter mehrfach, hier am Wasser in Elbnähe entstünde das neue Gesicht von Wittenberge. Das Stadtquartier hat das Potenzial dazu.

„Das, was die Architekten hier im Workshop und auch in den Wettbewerbsbeiträgen thematisiert haben, hat uns als Stadt in unserer Auffassung bestätigt“, zieht Bürgermeister Dr. Oliver Hermann ein erstes Fazit nach der Europan-Veranstaltung hier in Wittenberge.

Bestärkt haben die Architekten die Stadt beispielsweise in ihrer Auffassung, dass die Speicher als historische Gebäude das Prägende in dem Areal sind, dass nachfolgende Bebauung sich unterordnen sollte (Stichwort Minimalismus). Auch in ihrer Erkenntnis, dass man keine fertigen Lösungen aus den Hut ziehen kann, sondern die Entwicklung des Gebietes Prozesscharakter trägt, die Wittenberger einbezogen werden müssen, fühlt sich die Kommune laut Dr. Hermann bestärkt. Auf die Frage, ob die Stadt mit Architektenteams weiter zusammen arbeiten wird, schloss Hermann das für einzelnen Projekte nicht grundsätzlich aus.


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