Wittenberge : Idee wird zu tausenden Blüten

So blüht es an der Ecke von Bahn- und Schillerstraße. Die Wiese soll sich verstätigen. Sie wird noch mit einem kleinen Zaun eingefasst.
So blüht es an der Ecke von Bahn- und Schillerstraße. Die Wiese soll sich verstätigen. Sie wird noch mit einem kleinen Zaun eingefasst.

Blumenwiese als ungewöhnlicher Hingucker an der Ecke Bahnstraße/Schillerstraße

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13. November 2018, 12:00 Uhr

Cosmea, Glockenblumen, Mohn, Ringelblumen, dazu noch jede Menge blühende Kräuter: Beim Bahnhof auf der von der Bahn- und der Schillerstraße begrenzten Brache ist eine Blumenwiese entstanden, wie sie für eine Innenstadt untypisch ist, die aber in den letzten Wochen sehr viele Bewunderer gefunden hat.

Was macht man mit einer krautigen unansehnlichen Fläche, wenn man Gäste erwartet? Das Bauamt mit dessen Mitarbeiterin Steffi Gottwald hat sich etwas einfallen lassen, nämlich die besagte Blumenwiese, denn zum Brandenburg-Tag kamen Tausende in die Stadt.

Es ist eine Idee mit Nachhaltigkeit, sagt Steffi Gottwald, nämlich nicht allein für dieses Ereignis gedacht. Denn vorgesehen ist, dass sich Cosmea, Mohn und Co. wenn nicht auf Dauer, so doch für möglichst mehrere Jahre auf dem ungenutzten Eckgrundstück ansiedeln, so die Bauamtsmitarbeiterin. Stichwort Nachhaltig: Die soll sich nicht nur darin ausdrücken, dass sich Blumen und Kräuter quasi immer wieder selbst aussäen, sondern auch darin, dass auf der Fläche möglichst über viele Monate etwas blüht. In diesem Jahr ist es – auch dank des milden Wetters – bis in den November hinein gelungen. Peggy Heyneck, zuständig im Bauamt für den Fachbereich Umwelt spricht von einer ökologisch wertvollen Anlage und verweist auf den Lebensraum, den Insekten, dort finden. Steffi Gottwald spricht mit Blick auf das blühende Eldorado von einem Pilotprojekt. „Wir müssen sehen, wie sich die Wiese entwickelt, ob sie im nächsten Jahr auch wieder eine derartige Pracht entfaltet.“ Viel hänge von der richtigen Saatenmischung ab, das habe sich mittlerweile gezeigt. Bauamt und die Firma Erdmann als ausführendes Unternehmen haben nach gründlicher Suche augenscheinlich eine optimale Lösung gefunden.

Meinungen, dass eine solche Wiese grundsätzlich pflegeleichter als eine Rasenfläche sei, stimmt Gottwald nicht pauschal zu. In trockenen Jahren – und die müssten nicht einmal so extrem sein, wie die letzten – müsse beispielsweise unbedingt gewässert werden. Das gehe ins Geld und der Aufwand sei hoch.

Karsten Korup als Geschäftsführender Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“ (WGE) ist nach eigenen Worten von der Idee einer blühenden Wiese in der Stadt angetan. „Wir wollen ein solches Areal schaffen, wo wir jetzt einen Block rückgebaut haben.“ Der WGE-Chef nennt dafür mehrere Gründe. Er führt den ökologischen Gesichtspunkt an und ist außerdem der Meinung, dass die Bewirtschaftung weniger aufwendig sein könnte als die einer anderen Grünfläche. Hinzu komme, „dass das Gelände eventuell ja wieder bebaut werden wird“. „Wenn wir dort Bäume pflanzen, müssten sie dann gefällt werden. “ Bislang hat die WGE immer dort, wo sich die Eingänge abgerissener Wohnhäuser befanden, diese mit neugesetzten Bäumen markiert.

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