Idee: Ahnengalerie auf Friedhof

Im Herbst werde es eine Verkehrszählung geben, sichert Robert Kazmierczak vom Ordnungsamt zu.
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Im Herbst werde es eine Verkehrszählung geben, sichert Robert Kazmierczak vom Ordnungsamt zu.

Vorschlag der Dergenthiner wird an Ort und Stelle geprüft / Ergebnis zu Geschwindigkeitsmessung geht an Polizei und Landkreis

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28. Juli 2015, 11:13 Uhr

Trotz Urlaubszeit ist das Gerätehaus der Feuerwehr voll. Einwohnerversammlung steht auf dem Plan, die Bürgermeisterin hat eingeladen. Der Hauptgrund: Ortsvorsteherwahl. Dirk Rumple, der bisher das Amt inne hat, kandidiert wieder. Und die Dergenthiner sind sich einig: offene Abstimmung und einhelliges Votum. Damit ist der alte auch der neue Ortsvorsteher. Und der sorgt schon dafür, dass das Dorf bis nach Perleberg zu hören ist. Den Beleg liefert Annett Jura stehenden Fußes. Ergebnisse der Einwohnerversammlung vom November 2014 – „wo ich noch als Gast teilnahm und jetzt als Bürgermeisterin“.

Erfolgt ist so die Einfriedung der anonymen Begräbnisstätte. Zum Thema Friedhof hat Detlef Muhs so dann noch einen Vorschlag: „Die alten Grabsteine von eingeebneten Gräbern an einer Stelle auf dem Friedhof in den Rasen einzulassen, um so die Erinnerung an einstige Dergenthiner zu bewahren.“ „Das macht sich sehr gut für die Ahnenforschung“, ergänzt Dirk Rumpel. Und diese Meinung teilen offensichtlich viele, nach dem zustimmenden Gemurmel zu urteilen. Vorschlag der Bürgermeisterin, sich gemeinsam mit dem Stadtbetriebshof, der den Friedhof in Ordnung hält, die Sache an Ort und Stelle anschauen, denn gegen das Vorhaben spreche nichts.

Hinsichtlich von Spielgeräten für die Kleinen verkündet Annett Jura, dass die Bestellung für eine Federwippe ausgelöst ist. Aufgefüllt wird auch der Volleyballplatz mit Kies. Die Anlieferung übernimmt der Stadtbetriebshof, die Verteilung auf dem Platz „die Freizeitvolleyballer, die sich immer mittwochs hier treffen“, bietet der neue Ortsvorsteher, der zur Truppe gehört, sogleich an. Denn auch die Bitte, hier für neuen Sand zu sorgen, stammt von ihm, wie etliche mehr.

Stichwort Parkverbot für Lkw im Silger Weg. Ein solches kann nur generell, also für alle ausgesprochen werden, erläutert Robert Kazmierczak vom Ordnungsamt der Stadt. Der einfachere Weg wäre, mit dem Betreffenden zu reden.

Alles andere als trügerisch hat sich die gefühlte überhöhte Geschwindigkeit, die vielfach im Dorf gefahren werden, erwiesen. Für eine Woche hatte das Ordnungsamt das Messgerät zur Geschwindigkeitsüberwachung installiert. Das Ergebnis: Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 62 km/h aus Richtung Sükow und bei 64 km/h aus Richtung Bahnhof. Die Spitzenwerte: 100 bzw. 88 km/h. Die Ergebnisse werde man der Polizei und dem Landkreis übermitteln mit dem Hinweis, hier stichprobenartig Kontrollen vorzunehmen. Selbst werde die Stadt noch einmal im Herbst eine Zählung durchführen, so Robert Kazmierczak.

Das Hinweisschild Sportplatz ist derweil vom Baumbewuchs freigeschnitten und somit auch aus Richtung Bahnhof wieder sichtbar. Hinsichtlich der Beleuchtung am Sportplatz wolle man mit dem ortsansässigen Elektromeister prüfen, welche Möglichen es gebe, diese nur zu Veranstaltungen einzuschalten.

Das baufällige Bahnhofsgebäude habe sich die Stadt mit der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises angesehen. Deren Aussage: Es geht keine Gefahr für den öffentlichen Raum von hier aus. Die Stadt werde aber den Eigentümer anschreiben, das Objekt für einen Zugang von außen zu sichern.

Kaum eine Frage bleibt an diesem Abend offen. Gibt es neue, dann wird Ortsvorsteher Dirk Rumpel schon dafür sorgen, dass sie die Stadt erreichen und es eine Antwort gibt.  

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